Serie von Brandstiftungen in Kamen: Was die Polizei tut und den Bürgern rät

0
321
Beispielbild / Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kamen. (Foto Rundblick)
Facebookrss

Die mittlerweile serienweise vermeldeten Brandstiftungen in Unnas nördlicher Nachbarstadt beobachtet auch die Kreispolizeibehörde Unna zunehmend besorgt. Sie verstärkt ihre Maßnahmen dort, bittet aber zugleich die Bürger darum, mit großer Aufmerksamkeit die Augen aufzuhalten, denn zweifellos ist hier ein Brandstifter (oder sind mehrere) am Werk.

Nach der Zündelei im Mehrfamilienhaus Blumenstraße 6 mit drei Verletzten am 28. 4. (der Flur, in dem Zeitungen ect. angefackelt wurden, verqualmte total) und wiederholten Sperrmüll- und Papiercontainerfackeleien erreichte die Serie in der Nacht nach dem 1. Mai einen vorläufigen Höhepunkt.

Sprichwörtlich im Minutentakt mussten Polizei und Feuerwehr zwischen 22.40 und 1:20 Uhr von Brandherd zu Brandherd eilen: jeweils eine bis zwei Mülltonnen brannten am Schwesterngang, Karl-Arnold-Straße, Lünener Straße, Weststraße, Julius-Voss-Straße/Kördelgasse und Kirchstraße, ein weiterer Brand wurde an der Blumenstraße gemeldet – dort ging erneut ein Sperrmüllhaufen in Flammen auf, das Feuer verrußte eine Garagenwand verrußt.

In allen Fällen geht die Polizei nach derzeitigem Ermittlungsstand von vorsätzlicher Brandstiftung aus. 

Polizeisprecherin Vera Howanietz bestätigte unserer Redaktion auf Anfrage, dass diese doch sehr hohe Anzahl an Sachbeschädigungen durch Feuer auch die Polizei mit Besorgnis zur Kenntnis nehme.

„Bereits im Vorfeld wurde dieser Bereich vermehrt von zivilen und uniformierten Kräften bestreift.  Auch jetzt haben wir in angemessener Form reagiert und Maßnahmen ins Auge gefasst, die zur Aufklärung der Taten führen sollen“, erklärte sie uns. Über die genaue Ausrüstung und Anzahl der eingesetzten Beamten und Streifenwagen gibt die Kreispolizeibehörde allerdings grundsätzlich keine Auskunft.

Die Polizei rät zur Vorbeugung:

  • Um dem oder den Tätern möglichst wenig Anreiz zu bieten, sollte Sperrmüll nicht schon mehrere Tage vor der Abholung an der Straße deponiert werden, sondern erst kurz vorher.
  • Insbesondere Mülltonnen, die vor dem Haus stehen, können ohne größeres Risiko leicht in Brand gesteckt werden. Auch sie sollten nicht länger als nötig am Straßenrand stehen bleiben.
  • Denn: Stehen Mülltonnen in einem nicht öffentlich zugänglichen Bereich, bedeutet das für den/die Täter ein höheres Entdeckungsrisiko.

„Die Polizei ist natürlich auch auf die Mithilfe der Bürger angewiesen“, bittet Vera Howanietz, „verdächtige Wahrnehmungen und Äußerungen sollen sofort gemeldet werden.“

Facebookrss