Rehköpfe in Mülltonne in Bergkamen gefunden

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Rehwild im Wald / Archivfoto (Vanessa Hinz)
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Grausiger Fund Dienstagmorgen (7. Mai) im Bergkamener Stadtteil Overberge. In einem öffentlichen Mülleimer auf einem waldnahen Parkplatz lagen mehrere Rehschädel.

Säuberlich und augenscheinlich professionell abgetrennt waren die Köpfe, die eine Spaziergängerin gegen 9 Uhr bei ihrem Morgenspaziergang auf dem Parkplatz an der Hansastraße nahe der Sporthalle fand.

Der zuständige Bezirksjäger Reinhard Middendorf alarmierte die Polizei. Diese ermittelt nun wegen des Verdachts auf Wilderei, bestätigte uns Kreispolizeisprecher Thomas Röwekamp am frühen Nachmittag auf Anfrage; möglicherweise kämen als weitere Straftatbestände Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz hinzu.

Jäger Middendorf äußerte gegenüber einem WDR-Reporter die Vermutung, dass die Rehe erst in der vergangenen Nacht getötet wurden, denn die abgeschnittenen Köpfe seien am Morgen noch frisch gewesen.

§ 292 Jagdwilderei:

(1) Wer unter Verletzung fremden Jagdrechts oder Jagdausübungsrechts

1. dem Wild nachstellt, es fängt, erlegt oder sich oder einem Dritten zueignet oder
2. eine Sache, die dem Jagdrecht unterliegt, sich oder einem Dritten zueignet, beschädigt oder zerstört,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) 1In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. 2Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn die Tat

1. gewerbs- oder gewohnheitsmäßig,
2. zur Nachtzeit, in der Schonzeit, unter Anwendung von Schlingen oder in anderer nicht weidmännischer Weise oder
3. von mehreren mit Schußwaffen ausgerüsteten Beteiligten gemeinschaftlich

begangen wird.

Quelle: dejure.org

 

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