Wolf im Nachbarkreis gesichtet

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Wolf / Symbolbild Pixabay
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Sie wandern weiter voran, die scheuen Tiere. Auch im direkten Nachbarkreis ist jetzt ein Wolf gesichtet worden.

Am 20. April 2019 wurde nachts an einem Feldrand bei Rüthen (Kreis Soest) ein Wolf von einer Wildkamera fotografiert.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) begutachtete die Aufnahmen, der Beobachtungsort wurde von einer Wolfsberaterin identifiziert. Es steht fest, dass das aufgenommene Tier ein Wolf ist. Ob es sich um ein jüngeres oder älteres Tier, ein weibliches oder ein männliches handelt, ist bisher nicht bekannt.

Im Kreis Steinfurt wurde schon vor etwas längere Zeit eine Wölfin nachgewiesen, die im März in einem Damwildgehege jeweils ein Tier riss. Durch Speichelproben wurde nachgewiesen, dass die identifizierte Wölfin aus  dem Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen in Richtung Westfalen wanderte. In ihrem Ursprungsterritorium wurde sie  erst- und letztmalig im März 2018 nachgewiesen.

Förderrichtlinie Wolf NRW

Wenn Wölfe Nutztiere reißen, können die betroffenen Halter über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfsmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist.

In den Wolfsgebieten und den dazugehörenden Pufferzonen in NRW wird zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild geraten. Seit dem 23.03.2019 können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu hundert Prozent aus Landesmitteln gefördert werden.

Informationen zu den Wolfsgebieten und den dazugehörenden Pufferzonen, den Fördermöglichkeiten in NRW, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zu den Wolfsnachweisen in NRW sind zu finden unter www.wolf.nrw/

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