Wilde Gegenwehr bei Festnahme in Werl: Polizist stürzt mit Flüchtendem Rolltreppe hinunter

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Symbolbild, Quelle Bundespolizei
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Diese Festnahme verlief nicht ohne Handgreiflichkeiten.

Ein bereits einschlägig bekannter Ladendieb hat sich am Dienstagnachmittag (7. Mai) in Unnas kleiner Nachbarstadt Werl so wild gegen seine Festnahme gewehrt, dass ein Polizeibeamter mit ihm gemeinsam die Rolltreppe hinunterstürzte. Er verletzte sich, verblieb jedoch dienstfähig.

Wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Soest die tumultreiche Festnahme zusammenfasst, erkannte der Ladendetektiv eines Bekleidungsgeschäftes in der Innenstadt (Walburgisstraße) den jungen Mann gegen 17 Uhr wieder:

Der 23-jährige „vermutliche Marokkaner“ (eindeutig geklärt ist die Identität nicht) versuchte sich bereits am 20. April als Ladendieb in dem Geschäft, konnte sich an jenem Tag jedoch vom Ladendetektiv losreißen und quer durch die Fußgängerzone das Weite suchen.

Diesmal sprang sein Fluchtreflex zu spät an.

Der Detektiv alarmierte die Polizei, die den 23-Jährigen im Laden stellte. Nun sollte er die Beamten und den Ladendetektiv ins Büro ins erste Obergeschoss begleiten. Kurz vor dem Büro riss er sich jedoch los und versuchte mit seinem Rucksack über die Rolltreppe zu türmen.

Ein Polizeibeamter hinterher, er holte den Flüchtligen auf der Rolltreppe ein, ergriff ihn, wodurch beide das Gleichgewicht verloren und stürzten.

Der Marokkaner riss sich erneut los, rappelte sich auf und rannte zum Ladenausgang, wo er jedoch wiederum von den Polizeibeamten gepackt,  zu Boden gebracht und gefesselt wurde.

In seinem Rucksack fanden die Beamten neben etikettierten Sachen aus dem Bekleidungsgeschäft noch weitere Gegenstände aus umliegenden Geschäften, offenbar ebenfalls zusammengeklaut.

„Der Tatverdächtige wurde durch die Polizeibeamten vorläufig festgenommen und wird heute mit Antrag auf Untersuchungshaft dem zuständigen Haftrichter vorgeführt“, teilt der Polizeisprecher die Aussicht auf U-Haft mit. Zumal der Nordafrikaner „bereits wegen gleichgelagerter Delikte in Erscheinung getreten ist“. Und an seinen anfangs angegebenen Personalien bestehen inzwischen ebenfalls Grund zum Zweifel, schließt der Polizeisprecher.

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