Pkw überschlug sich: Wieso die Polizei nach schwerem B54-Unfall öffentlich die Ersthelfer suchte

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Erste Hilfe, Symboldbild / Quelle Pixabay
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Das war ungewöhnlich: Kurz nach einer Mitteilung über einen schweren Unfall gestern (10. 5.) auf der B 54 (Ruhrwaldstraße) schickte die Dortmunder Polizei eine zweite Extrameldung hinterher: In dieser bat sie sie Ersthelfer vom Unfallort, sich unter einer eigenen Kontakttelefonnummer dringend zu melden.

Wir berichteten darüber auf unserer Facebookseite. Vorab: Der Aufruf war erfolgreich.

Aus bislang ungeklärter Ursache war ein Suzukifahrer gegen 16.35 Uhr nach rechts abgekommen und in die Böschung geschleudert, er wie auch sein Beifahrer erlitten schwere Verletzungen. Stundenlange Sperrung der B54 war nötig.

Am heutigen Samstag (11. 5.) erklärt die Dortmunder Polizei die Hintergründe dieses ungewöhnlichen Ersthelferaufrufs: „Im Rahmen der Unfallaufnahme erlangten wir Kenntnis über eine ernsthafte Erkrankung des Unfallfahrers.“

Als die Polizei am Unfallort eintraf, wurde der 37-jährige Fahrer aus Köln bereits von Rettungskräften behandelt. Einige Ersthelfer entfernten sich von der Unfallstelle, ohne dass eine Personalienfeststellung möglich war. Wie viele genau, war zunächst unbekannt.

Der Beifahrer (30) des Unfallautos wies die Einsatzkräfte im Rahmen der Unfallaufnahme auf die Erkrankung des 37-jährigen Fahrers aus Köln hin. Drei noch am Unfallort verbliebene Helfer wurden umgehend in Kenntnis gesetzt, so dass sie sich in ärztliche Behandlung begeben konnten.

Zu diesem Zeitpunkt hielten sich jedoch nicht mehr alle Helfer an der Unfallstelle auf. Um diese ausfindig zu machen, erfolgte die Suche per Presseaufruf und Verbreitung auf dem Twitterkanal der Dortmunder Polizei.

„Eine eigens für diese Kontaktaufnahme bereitgestellte Telefonnummer hat die Dortmunder Polizei bekannt gegeben, um sich dieser besonderen Anrufe anzunehmen. Die Polizeibeamten, die diese Gespräche entgegen genommen haben, wurden aufgrund der ungewöhnlichen Situation vorab noch einmal sensibilisiert“, erklärt die Pressestelle.

Mittlerweile haben sich 6 weitere Helfer gemeldet. Alle erhielten entsprechende Verhaltenshinweise und wurden an medizinische Notaufnahmen verwiesen.

Die Dortmunder Polizei dankt allen, die die Suchmeldung weitergetragen, getwittert und veröffentlicht haben, für ihre Mithilfe.

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