Rettung ohne Happy End: Kater verhungerte in Wohnung

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Seine Besitzerin war psychisch beeinträchtigt. Deshalb bekam ihr Wohnungskater wochenlang nichts mehr zu fressen und zu trinken.

Diese Geschichte der Pfötchenhilfe Bönen treibt Tierfreunden  und speziell Katzenfreunden Tränen in die Augen.

Eine Frau ließ ihren Wohnungskater buchstäblich verhungern und verdursten. Das völlig ausgezehrte Tier lebte noch, als es gefunden wurde,  doch alle Rettungsversuche waren vergeblich,  der Kater musste erlöst werden.

Die Besitzerin des Tieres ist psychisch erkrankt. Deshalb stellen wir den eindringlichen Appell der Pfötchenhilfe – den Grund, wieso sie den traurigen Fall überhaupt öffentlich machten – dieser Geschichte voran:

Menschen, die Probleme haben, sollen sich bitte frühzeitig Hilfe suchen… und alle Menschen sollen  mit offenen Augen durch die Welt gehen. Damit nicht Unschuldige und Hilflose die Leidtragenden sind.“

Hier der traurige Bericht der Pfötchenhilfe (gekürzt).

** völlig verwahrloste Katze **

„Heute erreichte uns ein verzweifelter Hilferuf vom Jugendamt. Sie hatten eine völlig verwahrloste Katze aus einer Wohnung geholt, die mehr tot als lebendig schien.

Dort angekommen, traten dann selbst uns die Tränen in den Augen.

Wie sich herausstellte, hat die Dame seit 3 Wochen auf keine Meldungen des Amtes mehr reagiert und hat sich in ihrer Wohnung verschanzt. Heute hatten sie dann das Glück, sie endlich zu erreichen, eine psychisch kranke Frau.

Im Gespräch fragten die Mitarbeiter auch nach der Katze, von der sie wussten, das dort eine wohnt.

Die Frau sagte darauf, dass die Katze eingeschläfert werden müsste, aber sie kein Geld habe – seit 3 Wochen würde der Kater nicht mehr essen und trinken.

NATÜRLICH KANN MAN NICHTS ESSEN UND TRINKEN, WENN MAN NICHTS BEKOMMT.

Grade mal 1,8 Kg bringt dieser eigentlich großgebaute Kater auf die Waage.

Katzenfutter fanden die Mitarbeiter dort nicht und auch beim Tierarzt und bei uns zeigte der Kater großen Appetit und Durst!

In erbarmungswürdigen Zustand war der Kater, als er gefunden wurde. (Fotos: Pfötchenhilfe Bönen)

Wir fuhren mit dem Süßen direkt zum Tierarzt, wo erstmal ein Blutbild gemacht wurde, um zu schauen, wie groß der Schaden an den Organen schon war. Die Leberwerte waren aufgrund des Hungerns verändert, ebenso der Harnstoffwert und auch Kalium, weshalb der Kleine nicht laufen oder geschweige denn den Kopf heben konnten.

Die kleine Fellnase scheint schon älter zu sein, hat viele kahle Stellen durch einen Flohbefall und das komplette Fell ist ein Filzklumpen.

Er bekam sofort eine Wärmedecke und eine Infusion. Auch Nassfutter konnte er nach und nach binnen einer halben Stunde vertilgen.

Laut Tierarzt ist die Prognose vorsichtig, aber wir geben die Hoffnung nicht auf und kämpfen gemeinsam mit dem Kater. Denn trotz dem, was ihm widerfahren ist, hat er das Vertrauen in den Menschen nicht aufgegeben.

Wir sind sehr dankbar, dass die Mitarbeiter des Amtes nicht weggeschaut und sich auch für das Tier eingesetzt haben.

Auch wenn man psychisch krank ist… aber ein Tier, das  auf die Hilfe des Menschen angewiesen ist, verhungern zu lassen , dafür finden wir keine Worte.

Anzeige an dieser Stelle wird ebenfalls noch erfolgen.

Bitte drückt uns die Daumen, das der Süße es schafft.“

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Leider war das Hoffen vergeblich. Die Organe des Katers waren bereits so angegriffen, dass sich sein Zustand rapide verschlechterte und er zwei Tage nach seinem Auffinden eingeschläfert werden musste.

Das Veterinäramt wurde informiert und wird gegen die Halterin voraussichtlich ein Tierhalteverbot aussprechen.

 

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