Häuserräumung in Bergkamen: Stadt tritt Aufregung um Notquartiere entgegen

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Rathaus der Stadt Bergkamen. (Copyright Stadt Bergkamen)
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Nach dem Brand in den Turmarakaden am Freitag mussten gestern 90 Bewohner der beiden benachbarten Häuser ihre Wohnungen – insgesamt 60 – verlassen und in Notunterkünfte ziehen, sofern sie nicht privat unterkamen. Wir berichteten.

Die Umstände dieser temperören Not-Einquartierung stießen aus verschiedenen Gründen auf heftige Kritik, der die Stadt heute in einer Pressemitteilung entgegen tritt.

Darin schreibt sie:

Im Zusammenhang mit der leider notwendig gewordenen Räumung der Mehrfamilienhäuser an der Töddinghauser Straße wurden die möglichen Nutzer der städtischen Notunterkunft u.a. über die geltende Nutzungssatzung informiert.

„Insbesondere die genannte Nutzungsgebühr hat bei einigen zu heller Aufregung oder Unverständnis geführt“, beschreibt Beigeordnete Christine Busch die derzeitigen Beiträge in den sozialen Medien. Doch habe sie in den Gesprächen mit den direkt Betroffenen deutlich gemacht, dass für jeden Einzelfall eine Lösung gefunden werde.

“Generell sind die Kosten der Unterbringung, die wegen eines Schadenereignisses notwendig werden, eine reguläre Versicherungsleistung. Insofern kann auch rückblickend für die vergangenen Jahrzehnte festgestellt werden, dass die ja meist unfreiwillige Nutzung der städtischen Einrichtung zu keiner zusätzlichen Belastung für die Betroffenen geführt hat.“

Die Bediensteten des Sozialamtes seien weiterhin mit den aktuell 16 Personen, die auf die Schnelle keine andere Unterkunft finden konnten, auch weiterhin und unmittelbar in Kontakt.

„Wir sind uns alle dieser prekären Situation bewusst, aber ich bin zuversichtlich, dass wir für die Anliegen und Sorgen nicht nur ein offenes Ohr haben, sondern auch eine angemessene Lösung finden“, versichert Christine Busch.

Hinsichtlich der Eigentumsangelegenheiten bleibt die Immobilienverwaltung der richtige Ansprechpartner und für die Mieterinnen und Mieter weiterhin der jeweilige Wohnungsgeber.

Wenn erste belastbare Erkenntnisse zum weiteren Verlauf vorliegen, werde die Immobilienverwaltung gemeinsam mit der Stadtverwaltung zu einer Eigentümer- und Mieterversammlung einladen. Der richtige Zeitpunkt könne noch nicht benannt werden, aber die Einladung dazu werde so rechtzeitig erfolgen, dass möglichst viele auch teilnehmen können.

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