Mittwoch Themen der Politik: Aldi-Neubau Königsborn, Brockhausplatz, Wohnbebauung Nordstraße

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Der Eingang zum Unnaer Ratssaal. (Foto Rundblick)
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Die Neubaupläne von Aldi an der Kamener Straße in Königsborn stehen am Mittwoch, 22. 5., auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses (ASBV) – 17 Uhr, Ratssaal.

Außerdem geht es einmal mehr um die Neunutzung des Brockhausplatzes (der entsprechende Antrag der FLU ist schon Jahre alt) und um geplante Wohnbebauung an der Nordstraße in Massen.

1. Aldi Königsborn:

Bauherrin ist die BGB Grundstücksgesellschaft Herten, vertreten durch die Aldi Immobilienverwaltung GmbH. Sie möchte das Altgebäude des Discounters „zurückzubauen“ und durch einen modernen neuen Discounter ersetzen.

Die Verkaufsfläche, bisher 855 qm, soll auf bis zu 1400 qm erweitert werden. „Hiermit wird einerseits der logistische und betriebliche Ablauf der Filiale verbessert, andererseits die Produktplatzierung im Markt optimiert, um so den Ansprüchen durch die Kunden gerecht zu werden“, erläutert die Verwaltung das Vorhaben.

Darüber hinaus wird der Neubau „den aktuellen Standards der Firma Aldi angepasst, um auch nachhaltigen und klimaschutzrelevanten Anforderungen gerecht zu werden“.

Das vorhandene Gebäude wird abgerissen – damit müssen auch das angrenzende Spielcasino, A1 Autoglas und der Bestatter weichen. Denn der Neubau vergrößert sich gegenüber dem bestehenden nach Süden hin. Der Eingangsbereich ist in der nordwestlichen Ecke des neuen Baukörpers geplant, über den die Kunden durch einen Windfang in den Verkaufsraum gelangen.

Lageplan. Links verläuft die Kamener Straße. (Quelle Ratsinformationssystem Stadt Unna)

Im nördlichen Teil des neuen Discounters befinden sich die  Nebenräume, das Lager sowie das Anlieferungslager. Die Gebäudehöhe des Lebensmittelmarktes beträgt für den Hauptgebäudekörper inkl. Attika ca. 7,30 m. Der Eingangsbereich wird durch ein Flugdach überdacht. Die Gebäudehöhe liegt hier bei ca. 8,50 m.

Nördlich des Gebäudes liegen die neuen Parkplätze, die Anlieferung erfolgt über den nördlichen Teil des Anlieferungslagers. Grundlegender Teil des Konzepts sind laut den Plänen „gute Erreichbarkeit der Zugänge, nachvollziehbare fußläufige Erschließung, übersichtliche verkehrliche Situation, eine sinnvolle Anordnung von Behindertenparkplätzen sowie großzügige Bereiche für Einkaufswagenboxen und Fahrradabstellanlagen“.

Die Begrünung soll in erster Linie an den Randbereichen erfolgen.

Die Erschließung des neuen Aldi erfolgt wie gewohnt  über die Zufahrten Kamener Straße sowie Nelkenstraße, die zugleich auch als Zufahrt für den nördlich gelegenen Rewe bzw. die gemeinsam genutzte Stellplatzanlage dienen.

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2. Brockhausplatz:

Der Brockhausplatz ist noch bis 2023 an das Autohaus Hülpert verpachtet. Er stellt aus Sicht der FLU ein Filetstück für sozialen Wohnungsbau dar.

Zur zeitnahen, für die Stadt kostengünstigen Entwicklung des Brockhausplatzes für (soziale) Wohnbebauung hatte die FLU bereits im Jahr 2015 und dann nochmals 2017 entsprechende Anträge gestellt.

Das notwendige Flächenrecycling des belasteten Areals mit anschließender Wohnnutzung sei  machbar, bestätigte Kreisumweltdezernent Ludwig Holzbeck schon voriges Jahr bei einem Vortrag zur Altlastensanierung städtischer Grundstücke.

Foto RBU

Die FLU wies mehrmals auf Fördermöglichkeiten von bis zu 80 Prozent der Kosten hin und drängte immer wieder dazu, diese Fördertöpfe schnellstens anzuzapfen. Man müsse die fraglichen Flächen nur in Zusammenarbeit mit dem Kreis Unna beim Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) melden. Die Programme laufen nicht ewig: Der Landesfonds ist bis 2019 befristet, ein entsprechendes EU-Programm bis 2020.

Entsprechend zornig reagierte FLU-Fraktionschef Klaus Göldner nun im letzten Stadtentwicklungsausschuss im alten Jahr auf Otts Auskunft, dass die Förderfrist für die Landeszuschüsse im Oktober abgelaufen ist.

Keine Sanierungszuschüsse gibt es damit für den Brockhausplatz. Das Geld ist für Unna verloren.

 

Ortsschild von Massen. (RBU-Archivbild)

3. Wohnbebauung Nordstraße (TOP. 4.3):

Der ASBV hatte bereits in seiner Sitzung am 17.03.2013 den Beschluss gefasst, für den Bereich beidseitig der Nordstraße zwischen S-Bahn-Trasse im Norden und Kletterstraße im Süden einen Bebauungsplan mit der Bezeichnung Unna-Massen Nr. 29 „Nordstraße/Im Westfelde“ aufzustellen.

Die hiermit beabsichtigte Entwicklung der Restflächen des Hueck’schen Hofes soll dazu dienen, kurz- bis mittelfristig neue Baulandpotentiale für den Ortsteil Massen in verkehrsgünstiger Lage zum S-Bahn-Haltepunkt Massen bereit zu stellen.

Das städtebauliche Konzept sieht vor, eine maßvolle und dörflich geprägte Neubebauung (ein- bis zweigeschossig mit Satteldächern) in kleineren Nachbarschaften beidseitig der Nordstraße und nördlich der Kletterstraße zu ermöglichen, die den Ortsrand in diesem Bereich bis zur Bahntrasse im Norden und bis zum alten Bahndamm am westlichen Rand des Plangebietes abrundet. Die Erschließung ist über die Nordstraße und über die Kletterstraße geplant.

 


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