Versuchtes Tötungsdelikt in Holzwickede – Zweifache Mutter unter dringendem Tatverdacht

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Familendrama in der Nacht in Holzwickede. Nur anderthalb Monate, nachdem eine Mutter im Lebenszentrum Königsborn erst ihre Tochter und dann sich selbst tötete, ereignete sich offenbar eine ähnliche Tragödie in der Emschergemeinde.

In  einem Mehrfamilienhaus am Frankfurter Weg brach am Samstag (18. 5.) kurz vor Mitternacht ein schweres Feuer aus. Mitglieder der Freiwilligenwehr der Emschergemeinde retteten zwei Kinder aus der brennenden Wohnung im Obergeschoss des Wohnblocks.

Der Brand stellte sich als Familiendrama heraus: Die Mutter der Kinder soll den Brand vorsätzlich gelegt haben.

UPDATE Montag: Die beschuldigte 26-Jährige soll vor und während der Brandstiftung mit einem Bekannten über Facebook gechattet haben. Sie soll einen Wäschekorb angezündet haben, und zwar aus Wut über ihren Lebensgefährten. „Der Bekannte habe Screenshots von der Situation gemacht, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

In einer gemeinsame Pressemitteilung teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund am frühen Mittag mit:

Gegen 23:45 Uhr kam es in Holzwickede zum Brand einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Dabei wurden zwei Kinder (zwei und fünf Jahre alt) sowie ein Nachbar schwer verletzt.

Durch erste Ermittlungen ergab sich der Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes, da der Brand offensichtlich vorsätzlich gelegt wurde.

Eine 26jährige Frau wurde unter dringendem Tatverdacht vorläufig festgenommen. Eine Mordkommission wurde eingesetzt.

Mit der Drehleiter rettete die Wehr die beiden Kinder aus der Obergeschosswohnung. (Foto Brockbals)

Die Holzwickeder Wehr war gegen 23.45 Uhr alarmiert worden und sofort mit beiden Löschzügen ausgerückt. Sechs Rettungswagen, zwei Notärzte sowie ein Kindernotarzt waren außerdem im Einsatz.

Betroffen waren insgesamt drei Wohnungen in der 4. und 5. Etage des Mehrfamilienhauses.

  • UPDATE vom frühen Sonntagabend – eine erleichternde Nachricht: Alle Verletzten sind außer Lebensgefahr und konnten das Krankenhaus wieder verlassen, bis auf eines der Kinder, für das aber auch keine Lebensgefahr besteht.

Weitere Fotos vom Einsatz (Copyright: Frank Brockbals)

 

 

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