Angriffsserie im Verkehr: Auf Straßen im MK flogen die Fäuste

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Am Wochenende regierte  auf den Straßen im Nachbarkreis das Faustrecht. Gleich vier Gewalttaten listet die MK-Polizei auf:

In Iserlohn schlugen zwei Männer einen 21-jährigen Fahrer krankenhausreif. In Hemer bekam ein Pkw-Fahrer einen Faustschlag, weil er gehupt hatte. In Lüdenscheid floss Blut nach dem Einsatz einer Hundeleine, und in Werdohl nahm ein Motorradfahrer  das Faustrecht in seine Hand.

1. Auf offener Straße krankenhausreif geschlagen:

Zeugen beobachteten am Samstagabend in Iserlohn zwei hintereinander fahrende Pkw. Im schwarzen Audi saß der spätere Angegriffene,  der schwarze Golf 5 war mit drei Personen besetzt.

Der vorne fahrende Golf-Fahrer bremste immer wieder ab, was den Audi-Fahrer ärgerte. Er gestikulierte.

Plötzlich stoppte der Golf.

Zwei Männer stiegen aus und gingen zu dem Audi. Die Zeugen beobachteten, wie nach „verbalen“ Angriffen auch der Audi-Fahrer ausstieg. Sofort hätten die schwarz gekleideten Männer aus dem Golf den Gegner mit Fäusten ins Gesicht geschlagen.

Der Audi-Fahrer flog gegen einen wartenden Bus und ging zu Boden. Dort bekam er Tritte und brach  bewusstlos zusammen.

Einer der Männer entfernte das Kennzeichen an dem Golf und lief zu Fuß davon. Die anderen fuhren weiter und ließen den schwer verletzten Gegner auf der Straße liegen. Der 21-jährige Schwelmer wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Er sagte aus, die Angreifer nicht zu kennen.

Einer der Tatverdächtigen hat dunkle Haare und „Undercut-Locken“. Einer der Angreifer trug rote Schuhe.

2.  Hupen mit Folgen:

In Altena auf der Hönnetalstraße staute sich am Freitagmittag der Verkehr, weil vorne der Fahrer eines getunten Chryslers sehr vorsichtig abbog. Ein Altenaer hupte.

Darauf stieg der Chrysler-Fahrer aus, trat ans offene Autofenster des Altenaers, zog diesen zu sich heran und verpasste ihm einen Faustschlag. Dann fuhr er weiter.

Der Chrysler-Fahrer soll etwa 30 Jahre alt und etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß und kräftig sein. Er hat einen dunkleren Teint, Glatze oder sehr kurz geschorenes Haar. Auf der rechten Gesichtshälfte ist er tätowiert. Er trug Brille, Pullover mit Harley-Davidson-Motiv und Cargo-Hose mit Flecktarnmuster.

3. Streit mit Hundeleine

In Lüdenscheid fuhr ein 45-jähriger Autofahrer beim Abbiegen dicht an einem Paar vorbei, das die Straße überquerte. Daraufhin trat der 65-jährige Fußgänger gegen den Pkw.

Der Fahrer stoppte und stieg aus. Es begann ein Streit. Der 65-Jährige schlug angeblich mit dem Plastikende der Hundeleine zu, der Autofahrer holte zum Faustschlag aus.

Als die Polizei kam, saß der Fußgänger stark blutend am Fahrbahnrand. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Autofahrer blieb unverletzt. Die Polizei ermittelt wegen gegenseitiger Körperverletzung.

4. Unfallzeuge auf Motorrad schlägt zu:

In Werdohl stießen ein Motorradfahrer und ein Pkw-Fahrer in zusammen; der Biker  gehörte zu einer Gruppe von Kradfahrern.

Und einer aus der Gruppe  verpasste dem Pkw-Fahrer direkt nach dem Unfall einen Faustschlag aufs Auge. Er war auch während der Unfallaufnahme durch die Polizei kaum zu bändigen und kündigte immer wieder an, „auszuticken“.

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