Von Brache zu Wohnland: Unna bekommt jetzt Hilfe – und spart Planungskosten

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Der Brockhausplatz. (Foto RBU)
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Brachflächen… Areale, die ungenutzt brach liegen. Kostbare, verschwendete weil nicht verwendete Flächen. Die besitzt auch Unna, etwa am Brockhausplatz.

Der steht mit einem Jahre alten FLU-Antrag auf Reaktivierung überraschend am Mittwoch wieder mal auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses. Vielleicht deshalb: Die Kreisstadt bekommt künftg sachkundige Hilfe dabei, solche Grundstücke wieder fit zu machen für dringend nötigen Wohnungsbau. Und könnte fortan deutlich Planungskosten sparen.

  • UPDATE 26. August: UNTERZEICHNUNG
Mit dem Abschluss der Konsensvereinbarung zwischen der Stadt Unna und Bau.Land.Partner (früher Flächenpool NRW) ist heute der offizielle Startschuss zum Bearbeitungseinstieg gefallen: vl.i. Unnas Erster Beigeordneter Jens Toschläger, Dirk Barnickel (Bauleitplanung und Städtebauliche Projekte), BEG (Tochtergesellschaft des Landes NRW)-Geschäftsführer Henk Brockmeyer, Projektleiter André Stangier (Bau.Land.Partner) Eine Fläche, die schon Gegenstand von Gesprächen zwischen beiden Vertragspartnern ist, ist der Brockhausplatz. Foto Stadt Unna

 

Unna ist frisch gebackenes Mitglied im Flächenpool NRW.  Das gab das Rathaus am Dienstagabend bekannt.

Auf der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention verkündete Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) aus Kamen das Ergebnis des aktuellen Auswahlverfahrens: 12 neue Kommunen wurden mit insgesamt 25 Standorten neu in den Pool aufgenommen, darunter eben Unna.

Ministerin Ina Scharrenbach überreicht Beigeordnetem Jens Toschläger den Aufnahmebescheid in den Flächenpool NRW. Mi. Franz Meiers, Geschäftsführer NRW.URBAN. (Foto Copyright Stadt Unna)

Jens Toschläger, Technischer Beigeordneter,  kündigt an, was konkret daraus folgen soll:  „Durch die Teilnahme am Flächenpool NRW sollen Brachflächen wieder aktiviert und als Wohnflächen entwickelt werden. Wir wollen hier aktiv zielgerichtet die Stadtentwicklung  voran treiben.“

Die ausgewählten Städte und Gemeinden erhalten Unterstützung dabei, brach gefallene oder untergenutzte Flächen in Kooperation mit den Eigentümern zu untersuchen und einer neuen Nutzung zuzuführen. „Das kann eine große Entlastung gerade im Bereich der planerischen Kosten bedeuten“, erläutert die Verwaltung.

Unna reiht sich ein in die Liste von Kommunen wie Duisburg, Schwelm, Ratingen oder Gladbeck, die ebenfalls Mitglied imer Flächenpool NRW geworden sind.

„Mit dem Flächenpool NRW klären wir die zu einer Aktivierung notwendigen Rahmenbedingungen, etwa planungsrechtliche Möglichkeiten und wirtschaftliche Aspekte der Flächen und analysieren, wie die weitere Entwicklung aussehen könnte. Dabei werden private Eigentümer und Kommunen an einen Tisch gebracht, um einen Konsens zur weiteren Entwicklung zu erreichen,“ so Franz Meiers, Geschäftsführer von NRW.URBAN.

 

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