Im Endspurt zum Eishallenentscheid: Ratsfrau Risadelli fragte Bürger, was sie wollen

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Demonstriernde Eissportfans vergangenes Jahr nach dem Schließungsbeschluss für die Eissporthalle Unna. (Archivbild RB)
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Alle Ratsfraktionen bis auf FLU und Linke werben beim Bürgerentscheid am Sonntag (26. 5.) für ein „Nein“ zur Eishalle, die Jugendorganisationen der ablehnenden Parteien gingen noch vor wenigen Tagen mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit, in der sie ebenfalls um Ablehnung baten und dies mit Kosten- und Umweltargumenten zu begründen suchten.

Hingegen ging die fraktionslose Ratsfrau Bärbel Risadelli, die sich sehr offensiv pro Eishalle positioniert hat, ein Stündchen über den Unnaer Markt und erkundete, was die Bürger wollen.

Bärbel Risadelli (Archivbild/Risadelli)

Ein Auszug vieler Gespräche mit den Bürgern zum Erhalt der Eissporthalle in Unna.

Die Eissporthalle muss erhalten bleiben, weil:

…die Jugend muss in Bewegung bleiben. Auch der Eissport ist wichtig für die Schulen und Jugendliche! Hubert Brandt

…Kinder brauchen Platz um sich auszutoben. Eine weitere öffentliche Einrichtung darf den Bürgen nicht weggenommen werden. Zum Erhalt kann Fläche des gesamten Grundstückes verkauft werden. Bergkamen und andere Hallen in den Nachbargemeinden ist keine Option. Das geht nur über „Taxi Mama“. Mit dem ÖPNV ist das zu schwierig. Apollionia Wastel

…damit ich endlich wieder Schlittschuhlaufen kann. Neli 6 Jahre


… es in Unna zu wenig Orte gibt, wo sich Kinder und Jugendliche ganz spontan mit einem Dach über dem Kopf treffen können, um aktiv gemeinsam Freizeit zu verbringen. Und die Finanzierung? Sie sollte nicht zulasten der Investition in Unnas Schulen gehen. Abgesehen davon bezuschusst die Stadt vieles andere. Eine Umverteilung der Gelder könnte bedeuten, neue Prioritäten in Unna setzen zu können – zugunsten der Eishalle als einen Ort der Freundschaft, der sportlichen Leistung und eines behüteten Treffpunktes für Unnas Kinder. Melanie Flammersfeld 

…meine Kinder sind viel Schlittschuh gelaufen. Die Halle gehört zu Unna und ist Kulturgut. Das darf nicht verloren gehen. Susanne Bentrup

…Kinder brauchen eine Anlaufstätte und die Halle ist auch im Winter eine hervorragende Sportstätte und super Sache. Kinder und Jugendliche brauchen ein Angebot, um so auch mal das Handy loszulassen. Ich hatte immer ein gutes, sicheres Gefühl, wenn meine Kinder in der Eishalle waren. Dort waren die Kinder sicher aufgehoben. Ilona Weidner

…jeder, mit dem ich gesprochen habe, möchte dass die Halle bleibt. Ich möchte natürlich auch, dass die Eishalle bleibt, damit noch mehr Generationen einen solch einmaligen Sport erleben dürfen. Das Eiskunstlaufen begleitet mich schon über 40 Jahre als Hochleistungssport, Trainerin und Hobbykringeldreherin, und so wünsche ich mir auch für Unna in der Zukunft. Denn durch den Sport findet man Freunde, die man im normalen Leben nicht findet. Alexandra van Zalk

…weil sie ortsnah Bewegung und Gemeinschaft fördert und darum für eine gesunde Entwicklung von Kindern besonders wertvoll ist. Rolf Stöckel

lle Bilder. Lisa hat ihre Kürkleider ud

…die Eissporthalle wichtig für Unna ist und Umgebung ist. Es macht Unna attraktiver. Wenn die Kinder in der Halle waren, habe ich die Zeit genutzt um in Unna einzukaufen. Ich kam gerne nach Unna. Zum Sport und Einkaufen. Andreas Bertermann

…weil auch ältere Menschen ihre Runden auf dem Eis drehen können und somit das Gleichgewicht stärken und auch so einen schönen Tag mit sportlicher Betätigung mit der Familie verbringen können. Die Eishalle ist für alle Altersgruppen ein Treffpunkt. Ohne Eishalle kann kein Eishockey gespielt werden, und auch das Eistanzen, Eisstockschießen und der Behindertensport keine Begegnungsstätte mehr haben. Von klein bis groß, für Hobbysportler und Vereine fehlt dann ein wichtiger Platz. Durch den Wegfall der Halle fällt der Stadt auch das Eishockeycamp mit den Gästen weg. Für diese Turniere, Spiele und Meisterschaften der auswärtigen Clubs fehlt eine Ausweichmöglichkeit. Birgit Schöbel

Kinder spielen nicht immer nur Fußball! Diese öffentliche Einrichtung muss erhalten bleiben. Kinder brauchen Anlaufstellen. Kinder nach Bergkamen oder in andere Eishallen zu schicken zu wollen ist eine Zumutung Ulrich Rautenberg

…es unverantwortlich ist, so eine Freizeiteinrichtung mir enormen Besucherzahlen, wo Bürger von Jung bis Alt ihre Freizeit ausleben, einfach zu beerdigen. Wolfgang Kopetzki

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