Europawahl: AfD im Nordkreis am stärksten

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Wahlkampf-Luftballons der AfD. (Archivbild RBU)
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Die Alternative für Deutschland (AfD) hatte ihre Hochburgen bei der Europawahl wie schon bei der Landtagswahl im Norden des Kreises Unna.

Kreisweit blieb die AfD einstellig (9,82 Prozent). Den geringsten Zuspruch fand sie in Werne (7,79 %), unter 9 Prozent blieb sie auch in den Südkreiskommunen Holzwickede (8,63 %), Fröndenberg (8,60 %), Schwerte (8,41 %) und der Kreisstadt Unna (8,62 %).

Im Nordkreis blieb  es außer in Werne auch noch im traditionell „roten Kamen“ einstellig für die AfD (9,34 %); in den anderen vier Nordkommunen erzielte sie Werte oberhalb 10 Prozent: in Selm 10,56, in Bönen 11,36 und in Bergkamen und Lünen jeweils 11,87 Prozent.

Kreissprecher Michael Schild hatte zuvor als Nenngröße für einen Erfolg mindestens 13 Prozent ausgegeben. Er sah das Ziel deutlich verfehlt, als einzige Lichtblicke die nahezu 12 Prozent in Bergkamen und Lünen.

Er schrieb als Quintessenz des Europawahlsonntags:

„Es ist kein Geheimnis, dass ich mir deutschlandweit für unsere AfD – und damit für die Erhaltung unseres Vaterlandes, so wie wir es kennen – mehr Erfolg gewünscht hätte. Leider hat die AfD mit ihren 11 % schlechter abgeschnitten als bei der Bundestagswahl und es wurden auch absolut erschreckend viele Wähler an die Nichtwählerschaft wieder verloren.

Hier konnte sich die AfD im Kreis Unna dem Trend widersetzen: Wir haben den Anteil von 9,82 % bei beiden Wahlen genau halten können, konnten kreisweit sogar 3.001 neue Wähler hinzugewinnen – von 14.689 bei der Bundestagswahl auf 17.690 bei der EP-Wahl.

Ein schöner Inselerfolg. Warum sich dies nicht in der breiten Fläche (im Westen) realisieren ließ, werden wir im Inneren schonungslos und ergebnisoffen klären müssen.“

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