Neue Grundschule/Kita am Hertinger Tor: Wohlfühloase aus Holz und Glas mit Raum für Entfaltung

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Erster Entwurf des ausgewählten Architekturbüros. (Quelle Stadt Unna)
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Eine heimelige Oase aus dem Naturprodukt Holz und mit lichten Glaselementen versehen soll der neue Grundschul- und Kindergartenkomplex im Unnaer Süden werden, den Kleinen und schon Kleinsten einen geschützten Raum zur Entfaltung bieten und den modernsten pädagogischen Konzepten genügen.

Das macht diese neue Schule gewiss begehrt, weiß Beigeordnete Kerstin Heidler.

Gerade deshalb wird sie aber nicht größer gebaut als als bisher geplant, sondern bewusst auf drei Züge beschränkt.

Denn diese schöne, große, moderne Grundschule soll nicht die anderen Schulen im Einzugsbereich gefährden, und dazu zählt neben der nächst gelegenen Katharinenschule auch die Billmericher Liedbachschule und die Osterfeldschule in Mühlhausen-Uelzen. „Uns ist klar, dass die neue Schule damit möglicherweise auch Kinder abweisen muss“, bestätigt Kerstin Heidler.

Sie und der Technische Beigeordneter Jens Toschläger stellten am Montagnachmittag (27. 5.) die erste Entwurfsplanung für den neuen Kita- und Grundschulstandort am Hertinger Tor vor.

Wie berichtet, sollen Falk- und Nicolaischule dort im Süden zusammengelegt werden, die  dreizügige Schule bekommt eine vierzügige Kita zugesellt.

Im Zuge eines zweistufigen Vergabeverfahrens hatten 27 Büros Anträge zur Teilnahme gestellt; eine Jury aus Vertretern von Stadt, Politik, Grundschulen und Kitas gab eine Empfehlung ab, und schließlich wurde der Auftrag für die Planung des neuen Bildungsstandortes am 6. Mai vergeben: an Brüchner-Hüttemann Pasch bhp Architekten aus Bielefeld, ein großes Büro mit 30 Architekten, sagt Toschläger, seit 25 Jahren am Markt.

Nun soll die favorisierte Arbeit gemeinsam mit den Schulen und der Kita (SPI) erörtert werden.

Der „windmühlenartige“ Entwurf der Bielefelder Architekten passt sich, so Toschläger und Heidler, der kleinteiligen Bebauung im Umfeld der Hertinger Straße an. Er bekommt eine zentrale Mitte mit einer klar strukturierten Eingangssituation von der Brockhausstraße aus, „damit die Kinder genau wissen, wo sie hinmüssen“, so der Technische Beigeordnete. Die Bäume an der Brockhausstraße bleiben.

Ein bereits eingereichter Bürgerantrag „sicherer Schulweg“ wird parallel mit der Geländeplanung mit bearbeitet, sicherte Jens Toschläger zu.

Kita und Grundschule sollen zwar – auch in den Außenbereichen – räumlich/optisch getrennt werden, bekommen aber einen gemeinsamen Verwaltungstrakt. Das sei von Schul- wie Kitavertretern so gewünscht, so Toschläger.

 Finanzierung:

Für die Planungsleistungen ergeben sich Kosten von 3 Mio. Euro, 1,17 Mio. im Haushaltsjahr 2019.  Diese sollen dem Fördertopf „NRW. BANK Gute Schule 2020“ entnommen werden.

Eine weitere gut halbe Million Euro solllen aus dem Förderkontingent für die Massener Schillerschule umgeschichtet werden, derer offener Ganztagsbereich erweitert wird. Da die Planungen fürs Hertingertor jedoch schon weiter gediehen sind als für die Schillerschule,   schichtet man die Fördergelder um – um dann umgekehrt wieder Geld vom Hertinger Tor zur Schillerschule zurückzuschichten, wenn es dort mit der Erweiterung losgeht, erklärte Kerstin Heidler.

In einer gemeinsamen Sitzung des Schul- und Jugendhilfeausschusses werden die Entwürfe am 4. Juni der Politik vorgestellt, am 6. Juni wird die Finanzierung Thema im Haupt- und Finanzausschuss.

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