CDU-Fraktionschef Fröhlich über Webers Austritt „bestürzt und traurig“ – „Schlammschlacht vermeiden“

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CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich, hier am Europawahlabend in der Bürgerhalle. (Archivbild RB)
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Auf den Austritt des bereits dritten CDU-Fraktionsmitglieds in der laufenden Ratsperiode – und den schon zweiten Vizebürgermeister – reagierte der Vorsitzende Rudolf Fröhlich am heutigen Festa Italiana-Samstag hörbar betroffen. „Ich bin bestürzt und sehr traurig“, sagte uns Fröhlich, seinem Namen in diesem Moment keine Ehre machend, bei einem Telefongespräch am heutigen Mittag (1. Juni).

Wie berichtet, hatte der stellv. Bürgermeister Frank-Holger Weber am Freitagmittag seinen Austritt aus der Fraktion bekannt gegeben (lesen Sie hier unser exklusives Interview) – nicht aus dem Rat, weshalb die Gruppe der Fraktionslosen inzwischen mit 6 Vertretern bereits zur drittgrößten Ratsgruppe angewachsen ist.

„Ich finde die Entscheidung von Herrn Weber sehr, sehr schade, auch persönlich“, unterstrich Rudolf Fröhlich.

Kalt erwischt habe ihn der Austritt des profilierten Mitglieds allerdings nicht: Es gebe „in entscheidenden Fragen seit einiger Zeit Konflikte zwischen Frank-Holger Weber und der Fraktion“. Diese seien Gegenstand mehrfacher Gespräche gewesen, die leider nicht zu einer Lösung geführt hätten.  Einiger dieser Gespräche hätten auch ohne seine Beteiligung stattgefunden, sagt Fröhlich.

Auf die von Frank-Holger Weber angesprochenen böswilligen Gerüchte, die ihn letztlich zum Austritt bewogen hätten, sagt der Vorsitzende: „Sie wissen, wie das mit Gerüchten ist. Sie entstehen zuweilen aus dem Nichts und sind dann nicht mehr einzufangen. Ich möchte gar nicht weiter darauf eingehen, das Ganze kann eigentlich nur in einer Schlammschlacht enden.“

Er habe in dieser Sache „zwei Hüte auf“, begründet Fröhlich seine Zurückhaltung: „Als Fraktionschef möchte ich natürlich Schaden von der Fraktion abwenden. Gleichzeitig fühle ich auch eine gewisse Verantwortung für unser Parteimitglied Frank-Holger Weber. Wenn wir unüberbrückbare Differenzen haben, ist das wie gesagt sehr bedauerlich und traurig. Persönliche Anwürfe in der Öffentlichkeit schaden aber allen. Wir sollten das lassen.“

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