CDU stimmt FLU zu: „Eishalle muss von WBU an Stadt zurück – und Chefsache des Bürgermeisters werden!“

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Bürgerentscheid am 26. Mai gegen 21.30 UIhr entschieden: Bürgermeister Werner Kolter verkündet das überdeutliche Ergebnis des Bürgervotums. (Foto RB)
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Die Eishalle muss nach dem klaren Bürgervotum zum Erhalt wieder von der WBU an die Stadt übertragen werden – „da hat Klaus Göldner absolut Recht“, unterstützt CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich uneingeschränkt den Vorstoß des Freie Liste-Vorsitzenden (Rundblick berichtete).

Dieser Antrag wird bereits am Donnerstag, 6.6., im Haupt- und Finanzausschuss diskutiert (Tagesordnungspunkt 3, Beginn 17 Uhr, öffentlich). Fröhlich sagt, die CDU werde zustimmen. Er geht davon aus: „Es wird auch ohne die SPD eine Mehrheit für diesen Antrag geben.“

Mehr noch: Für die Umsetzung des Bürgerwillens sieht Fröhlich jetzt den Bürgermeister persönlich in oberster Pflicht. Werner Kolter müsse den Eishallenerhalt zur Chefsache erklären, forderte der CDU-Fraktionsvorsitzende am Wochenende in einem Gespräch mit unserer Redaktion.

Rudolf Fröhlich, Fraktionsvorsitzender der CDU Unna. (Foto RB)

„Wir von der CDU waren gegen den Erhalt der Eishalle, das ist kein Geheimnis. Die Bürger haben aber mehrheitlich anders entschieden, und wir haben dieses Votum zügig und konstruktiv umzusetzen. Und das muss, wie Klaus Göldner sehr richtig sagt,  in der Verantwortung der Stadt in öffentlichen Diskussionen von Rat und Ausschüssen geschehen und nicht hinter verschlossenen Türen der Wirtschaftsbetriebe.“

Der Bürgermeister müsse das Heft des Handelns aktiv in die Hand nehmen statt wie in der Vergangenheit auf Beschlüsse des Rates zu verweisen, betont Rudolf Fröhlich. Er denkt an die Beratungen der Haushalts-Sparkommission zurück, bei denen der Bürgermeister diese aktive Rolle aktiv habe vermissen lassen.

Unbändiger Jubel bei den Eishallenfans, als feststeht: Die Halle darf nicht abgerissen werden. (Archivbild RB)

„Alles, was wir zum Erhalt der Eishalle beschließen, muss transparent sein“, fordert der CDU-Vorsitzende ebenso wie sein Ratskollege von der FLU. Denn:

„Wir werden über viele böse Dinge sprechen müssen. Jetzt muss man Farbe bekennen, wo man das Geld für die Erfüllung des Bürgerwillens hernehmen will. Wenn wir uns dieses Geld irgendwo besorgen, bei anderen Projekten, über die Grundsteuer, dann muss das dem Bürger alles ganz klar so gesagt werden: Wir tun das, um den Willen der Bürger umzusetzen.“

Gegen die SPD schießt Fröhlich noch eine spezielle Breitseite: „Unter der Verantwortung der Sozialdemokraten wurde in Unna 100 Mio. Euro Eigenkapital verbraucht.“ (- Anm. unserer Redaktion dazu, die CDU stimmte seinerzeit vielen Beschlüssen zu.) „Als Leitmotiv steht in der Bürgerhalle unseres Rathauses: ,Suchet der Stadt Bestes´. Dort steht NICHT: ,Suchet der SPD Bestes´“.

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