Eishalle: SPD fordert Bürgerdialog unter Kolters Leitung

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Fairer Verlierer: SPD-Parteichef Sebastian Laaser.
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Die Bürger wollen die Eishalle erhalten  – also sollen die Bürger auch darüber mitreden,  wie das geschehen soll.
Folgende Pressemitteilung schickte uns am Sonntagnachmittag, 2. 6.,  der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sebastian Laaser:
„Die Bürger haben entschieden: Die Eissporthalle bleibt erhalten. Der Bürgerinitiative “Unna.braucht.Eis.” muss man zum Erfolg des Bürgerentscheids gratulieren und Respekt vor dem hohen demokratischen Engagement in den letzten Monaten zollen.
Wie geht es nun weiter? Was bedeutet das für Unna?
Die SPD fordert angesichts der finanziellen Dimension des Votums nicht nur transparente Entscheidungsprozesse, sondern auch einen moderierten Bürgerdialog.
„Wir wollen in aller Sachlichkeit mit den Menschen die aktuelle Situation und realistische Perspektiven diskutieren“, so SPD Vorsitzender Sebastian Laaser.
Klar ist: Aufgrund der erheblichen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt sind alle Bürgerinnen und Bürger von den anstehenden Planungen betroffen.
Zum Nulltarif wird man die Eishalle nicht erhalten können. Auch unbequeme Entscheidungen werden anstehen.
Dabei wird es viele Fragen, viele Ideen und viele Diskussionen geben. Für die SPD gehören diese in einen aktiven Bürgerdialog, um gemeinsam eine Stadt zu gestalten, die auch für die Zukunft gut aufgestellt ist.
Der angestrebte Beteiligungsprozess soll nach dem Willen der SPD so früh wie möglich beginnen, möglichst alle Altersgruppen einbeziehen und von Bürgermeister Werner Kolter geleitet werden. Denkbar sind mehrere Veranstaltungen, eventuell auch zu einzelnen Themenfeldern.
„Dabei darf es nicht nur frontale Information und einen Austausch mit Politik und Verwaltung geben. Die Anwesenden sollen untereinander ins Gespräch kommen“, erklärt Sebastian Laaser.
Und: „Wir brauchen diesen Bürgerdialog, weil sich vieles eben nicht am sprichwörtlichen grünen Tisch entscheiden lässt.“
Die Ergebnisse sollen Grundlage eines bürgernahen und nachhaltigen Planungsprozesses sein, der für die SPD ein Höchstmaß an Transparenz aufweisen muss.
Ob es dafür auch notwendig ist, die Eigentumsverhältnisse zu ändern und die Eishalle aus dem Verantwortungsbereich der Wirtschaftsbetriebe Unna zu lösen und in städtischen Besitz zu überführen, sollte in den kommenden Tagen sorgfältig abgewogen werden.“

Zur Frage WBU oder Stadt als Eigentümerin der Halle – FLU und CDU sind wie berichtet für zügige Rückübertragung an die Stadt – ergänzte Laaser auf unsere Nachfrage:

„Aus meiner Sicht sollten wir da keine Schnellschüsse machen. Die seinerzeitige Eingliederung in die WBU hatte ja vermutlich auch ihre Gründe. Das sollte meine Fraktion jetzt in Ruhe diskutieren, so wie ich es geschrieben habe. Aus meiner Sicht ist das aber nun nicht die vordringlichste Frage. Nach den Erfahrungen der letzten Monate muss die Unnaer Politik den weiteren Prozess sehr offen und transparent führen – egal unter welchem Dach die Eissporthalle steht.“

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