Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise oder Wie transportiere ich ein Boot über die A2, Teil 2…

0
401
Kreative Ladungssicherung; Ahoi. (Foto Pol DO)
Facebookrss

Käpt´n Ahoi und Wie transportiere ich ein Boot über die A2, Teil 2 …

– Teil 1 siehe unten, hiermit folgt gleich ein weiterer äußerst eigenwillig-kreativer Bootstransport über die Autobahn, zu dem die Dortmunder Polizeisprecherin Cornelia Weigandt am 6. Juni abends das folgende kleine Literaturstück liefert (leicht gekürzt und umformuliert):

„Wie transportiere ich ein Boot über die Autobahn, Teil 2…

Also als Erstes braucht man wieder mal ein Boot. Und ein Auto. Und einen geeigneten Anhänger. Wie Ladungssicherung richtig geht, das sollte eine Spedition auch wissen… Wusste eine Transportfirma aus Hamm aber wohl nicht, sonst wären diese Bilder nicht entstanden.

Wer glaubt, es reicht aus, ein Sportboot auf eine schwimmend verlegte Konstruktion – vier Holzbohlen auf einem Lkw-Fahrgestell – mit vier Spanngurten zu sichern, der hat definitiv zu viel Seemannsgarn gesponnen bekommen…

Das in Berlin aufgeladene Boot sollte eigentlich in die Niederlande, gestrandet ist es jedoch dank besagter eigenwillig-kreativer Sicherung auf dem A2-Rastplatz Ickern. Dort wurde das teils fahrende, teils „schwimmende“ Gespann nicht etwa von der Wasserschutzpolizei, sondern vom Einsatztrupp der Autobahnpolizei gestoppt.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Lkw ohne Aufbau, statt dessen aber mit Boot; Muscheln inklusive. Aufgrund der teilweise bereits gelockerten Spanngurte und der vom Gewicht des Wasserfahrzeugs gebrochenen Bohlen hatte sich das Boot bereits sanft nach Backbord geneigt.

Aber nicht so schlimm: gegen das Herunterfallen auf die Fahrbahn – statt sanft in Wellen der Sonne entgegen zu schaukeln – haben es ja immerhin noch zwei straff gezogene Gurte gehalten…

Und weil auf der Autobahn gerade Ebbe herrschte und das Boot nicht hätte schwimmen können, untersagten die Polizeibeamten kurzerhand die Weiterfahrt. Darüber hinaus fertigten sie eine Anzeige. In Richtung See stechen durfte der Kahn erst, nachdem er vernünftig gesichert worden war.

Ob es sich bei den Knoten der Spanngurtsicherung wenigstens um ordentliche Seemannsknoten handelt, war übrigens nicht Gegenstand der Überprüfung…“

Teil 1 wurde am 4. Juni blumig beschrieben von Polizeisprecher Gunnar Wortmann (leicht umformuliert und gekürzt von uns…):

Ein paar alte Kanister, reichlich Spanngurte dazu: hält! (Foto Pol DO)

„Käpt’n Ahoi… wie transportiere ich ein Boot über die Autobahn?🙈

Als Erstes brauche ich ein Boot. Dann ein Auto. Und einen Hänger. Dann: etwas zum Festmachen. Dazu wühlt man einfach in der Garage und nimmt was man findet. Alte Reifen, nicht geleerte Kanister, Europaletten und diverse Kisten. Dazu ein paar Spanngurte, die man irgendwie durch das Gerümpel zieht.

Die letzte wichtige Sache, die wir brauchen, ist Hoffnung – dass alles hält und die Polizei nicht plötzlich aufkreuzt. Tja… auf dem A2-Rastplatz Vellern wurde der polnische Heimbastler heute vorübergehend aus dem Verkehr gezogen – Bußgeld und Weiterfahrt erst dann, wenn der Kahn vernünftig gesichert ist.“

Facebookrss