Zusammenprall von „Gruppen unterschiedlicher Nationalitäten“: Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs

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Symbolbild / Quelle Polizei NRW
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Nach dem Großeinsatz am Pfingstmontag (9. 6.) in der Dortmunder Nordstadt ermittelt die Polizei nun unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs. Polizeipräsident Gregor Lange kündigte am Dienstagmittag umfassende Konsequenzen aus der Massenschlägerei an, bei der am Montagnachmittag im Bereich Schleswiger Platz rund 80 Personen aufeinander eingedroschen haben sollen. Neben Holzlatten und Stuhlbeinen kamen auch Molotow-Cocktails zum Einsatz.

HIER berichteten wir.

Die Polizei spricht in ihrer Folgemeldung vom heutigen Mittag von „Personengruppen unterschiedlicher Nationalitäten“, die in den schweren Zusammenprall mehr oder weniger aktiv verwickelt waren.

„Nach Alarmierung des Notrufs um 16.17 Uhr konnte die Polizei in kürzester Zeit mit eigenen Kräften und Unterstützungskräften aus dem Umfeld über 100 Beamte vor Ort einsetzen, um Schlimmeres zu verhindern“, rekapituliert Polizeisprecher Gunnar Wortmann den Großeinsatz vom gestrigen Nachmittag, den rund 150 Schaulustige behinderten.

Nach aktuellem Ermittlungsstand haben sich bei der Polizei keine Verletzten der Auseinandersetzung gemeldet. Die Polizisten stellten im Umfeld mehrere gefährliche Gegenstände sicher.

Wie schon gestern berichtet, waren drei Männer vorläufig festgenommen worden. Laut Wortmann sind es drei Syrer, zwei 17-Jährige und einer 20 Jahre alt. Nach spurentechnischer Untersuchung und Vernehmung durch Beamte der Kripo wurden sie nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft entlassen, die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern gleichwohl an.

Statement von Polizeipräsident Gregor Lange:

„Wir haben in den letzten Jahren mit unserem hohen Engagement in der Nordstadt den Rechtsstaat konsequent durchgesetzt. Die deutliche Senkung der Straftaten in diesem Bereich von über 30 Prozent war das Ergebnis intensiven Personaleinsatzes in Form von starker Präsenz, Schwerpunkteinsätzen und der Arbeit der Ermittlungskommission Nordstadt. Dass gewaltbereite Personengruppen mit Waffen und gefährlichen Gegenständen aufeinander losgehen, tolerieren wir nicht.

Wir werden nicht zulassen, dass das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in der Nordstadt unter solchen Vorkommnissen in Mitleidenschaft gezogen wird. Deshalb habe ich eine Ermittlungskommission eingerichtet, die in enger Zusammenarbeit mit der Ermittlungskommission Nordstadt die Hintergründe der Auseinandersetzung aufklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen soll.

Wir werden unsere Null-Toleranz-Strategie intensiv fortsetzen, um deutlich zu machen, dass wir die Rechtsordnung jederzeit und überall durchsetzen.“

Zeugen der Auseinandersetzung werden gebeten, sich an die Kriminalwache unter 0231-132-7441 zu wenden.

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