Nach Massenschlägerei am Pfingstmontag: „Strategische Fahndung“ in DO-Nord – Lange: Trend weiter positiv!

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Symbolbild, Pixabay
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Sie prügelten mit Stuhlbeinen, Werkzeugen, Holzlatten aufeinander ein, zündeten Molotowcocktails.

Nach dem straßenschlachtähnlichen Aufeinanderprallen von Ausländergruppen am Pfingstmontag im Dortmunder Norden ordnet Polizeipräsident Gregor Lange für mehrere Wochen die „Strategische Fahndung“ an. Dieses Instrument aus dem Polizeigesetz (Polizeiliche Anhalte- & Sichtkontrollen §12a PolG) erlaubt gezielten Fahndungsdruck auf potenzielle Kriminelle:

Die Polizei darf ohne konkreten Verdacht Personen anhalten, nach ihrer Identität befragen sowie Fahrzeuge in Augenschein nehmen.

Die Strategische Fahndung sei eine direkte Reaktion auf die Auseinandersetzung am Pfingstmontag in der Nordstadt, so Lange: „Wir lassen nicht zu, dass sich an dieser Stelle kriminelle Strukturen verfestigen, mit erhöhter Präsenz setzen wir eindeutige Stopp-Zeichen.“

Bereits am Dienstag kontrollierten mehrere Dutzend Polizeibeamte in der Nordstadt im Rahmen der fortgesetzten Schwerpunkteinsätze viele Personen und belegten potenzielle Störer mit Platzverweisen.

Die Auseinandersetzung am Montag habe, so Lange, „vor allem gezeigt, wie leistungsfähig die Dortmunder Polizei ist. Sie war in kürzester Zeit mit über 100 Beamten vor Ort, um die gewalttätigen Auseinandersetzungen zu unterbinden und Schlimmeres zu verhindern.“

Die eingerichtete Ermittlungskommission (EK) „Schleswig“ hat in enger Zusammenarbeit mit der EK Nordstadt die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Nach jetzigem Ermittlungsstand sei ein Bezug zur Kriminalität von Clans nicht gegeben.

„Ich warne ausdrücklich davor, den Leuten Glauben zu schenken, die einen solchen Sachverhalt mit Sensationslust und pauschaler Angstmacherei für extremistische und populistische Propaganda nutzen wollen“, betont der Polizeipräsident. „Fakt ist, auf die Dortmunder Polizei können sich die Menschen in unserer Stadt verlassen.“

Polizeipräsident Gregor Lange. (Foto: Polizei Dortmund)

Und erneut verweist Lange auf die Erfolge:

„Fakt ist auch, dass die Polizei Dortmund aufgrund vielfältiger Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund, Staatsanwaltschaft, Zoll und Bundespolizei, den niedrigsten Stand der Kriminalität seit fünf Jahren vorweisen kann.

Die Gesamtkriminalität in der Nordstadt ist in den letzten fünf Jahren um über 30 Prozent gesunken! Die Zahl der Gewaltdelikte ist in diesem Zeitraum um 20 Prozent gesunken. Die Anzahl der Raubdelikte konnte zudem fast halbiert werden. Insgesamt fiel die Straßenkriminalität um über 33 Prozent in den letzten fünf Jahren. Dazu kommt, dass die Aufklärungsquote von über 60 Prozent im letzten Jahr auf einem exzellenten Niveau ist.

Der positive Trend setzt sich auch im Jahr 2019 fort. In den ersten vier Monaten fiel die Anzahl der Gesamtstraftaten in der Nordstadt im Vergleich zum Vorjahr weiter um knapp 12 Prozent. Im Bereich der Straßenkriminalität beträgt der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sogar 25 Prozent, bei der Gewaltkriminalität liegt der Rückgang bei sechs Prozent.“

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1 KOMMENTAR

  1. Wie kann ein Polizist derart die Tatsachen verdrehen? Was soll denn bitte an Bürgerkrieg positiv sein? Wo tauchen in dieser „Statistik“ die Angriffe auf Polizisten auf? Wie werden die Molotow-Cocktails erfasst? Wie steht es mit der Clan-Kriminalität? Natürlich ist es eine Super-Statistik, wenn man den Großteil der Straftaten rausrechnet. Ich hätte nicht gedacht, dass so eine billige Propaganda ohne Nachfragen veröffentlicht wird.