Fridays for Future: Demo statt Unterricht ist an Dortmunder Gesamtschule jetzt offiziell erlaubt

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Friday for Future-Proteste in Schwerte. (Archivbild: Rundblick Schwerte/Th. Schmithausen)
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“Grünkohl statt Braunkohle” oder „Es gibt nur einen Planeten mit Döner. Rettet ihn!: Mit solchen Plakaten beteiligte sich zwei Schulklassen der Gesamtschule Dortmund-Gartenstadt am Freitag an der „Fridays for Future“-Demo auf dem Friedensplatz – und zwar ganz offiziell, denn an ihrer Schule ist „Demonstrieren statt Unterricht“ freitags jetzt kein Schuleschwänzen mehr. 

Die Dortmunder Gesamtschule hat eine Zusammenarbeit mit der FFF-Bewegung beschlossen. Sie beruft sich dabei auf das NRW-Schulgesetz, das „Bildungskooperationen mit externen Partnern“ erlaubt, sofern die jeweilige Schulkonfernz zustimmt.

Das hat sie, und den Antrag dafür brachte Elternvertreter Harry Jääskeläinen ein. Das Wissen um globale Zusammenhänge sei wichtiger als viele andere Themen, die aktuell im Unterricht viel Beachtung fänden, wird er im WDR zitiert.

Auf der Website der Schule ist eine Rückschau auf die Teilnahme an der FFF-Demo auf dem Friedensplatz eingestellt. Darin heißt es:

„Die Schüler der Klassen 5.2 und 5.6 nahmen vergangenen Freitag im Rahmen einer Exkursion am Streik der weltweiten “Fridays for Future” Bewegung teil. Zuvor wurden im Unterricht die Entwicklung und Ziele dieser Jugendbewegung besprochen und gemeinsam Plakate gestaltet.

Mit Aufschriften wie “Grünkohl statt Braunkohle”, “Bis ihr’s kapiert, sind schon zu viele krepiert!”, “Es gibt nur einen Planeten mit Döner. Rettet ihn!” oder “Dinos dachten auch sie hätten Zeit“ ging es zum Friedensplatz, wo die hohe Anzahl an Demonstranten (6.500!) durchaus beeindruckte.

Im Anschluss waren sich unsere Schüler einig: Schule schwänzen, um gegen die versagende Klimapolitik zu demonstrieren, ist absolut ehrenwert!

Hoffentlich werden es bei der nächsten Großveranstaltung am 21. Juni noch mehr junge Leute, die ihre Stimme für den Klimaschutz erheben.“

 

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5 KOMMENTARE

  1. 20% weniger Unterricht dürfte sich wohl deutlich auf das Bildungsniveau auswirken. Natürlich finden es die Lehrer der Gesamtschule schön, wenn sie demonstrieren oder zu Hause bleiben dürfen. Falls es mal ein „Saturdays for Future“ gäbe, würde vermutlich kein Mensch hingehen….

  2. Ich bedaure doch mehr die Stadtreinigung. Erfahrungsgemäß gibt es reichlich Mehrarbeit nach diesen Demos. Bin ja schon zufrieden dass ich sehe dass die Kleidung nicht wie üblich nach 2mal tragen entsorgt wird weil zu alt und unmodern. Da ist doch tatsächlich jemand mit einer zerrissenen Hose zu sehen. Sehr löblich. Oh. Ich höre gerade zerrissenen Kleidung gibt es heute ab Produktion und ist auch etwas teurer. Und achtet doch bitte auf ein pünktliches Ende der Demos da die warteten Müttertaxen dann bei der Hitze nicht unnötig in dem SUV die Motoren laufen lassen müssen damit es nicht allzu warm wird. Und postet doch mal in den Sommerferien die neuesten Fotos von Djerba oder den Malediven. Soll ja sehr schön sein dort mit Gutwettergarantie.

  3. St. Gremling, was denkst denn du?
    Die an den Demos beteiligten Schüler sind doch die, die mit ihren E-Bikes die Staus auf den Autobahnen produzieren, wenn es in den Ferien wieder an die Nordsee geht. Außerdem sind es die, die den FKK Strand nutzen, und GAR KEINE Kleidung an haben;)
    Und der Weg zur Schule wird zu Fuß zurückgelegt, dabei werden gleich die Strassen und Gräben von Plastikmüll gesäubert. Die ganzen Müllsäcke werden von der Eltern dann mit dem Auto abgeholt und ordnungsgemäß entsorgt.

  4. Leider komme ich erst jetzt dazu zu kommentieren.

    „Die Dortmunder Gesamtschule hat eine Zusammenarbeit mit der FFF-Bewegung beschlossen. Sie beruft sich dabei auf das NRW-Schulgesetz, das „Bildungskooperationen mit externen Partnern“ erlaubt, sofern die jeweilige Schulkonfernz zustimmt.“

    Wie kann die aktive Mitarbeit bei einer politischen Kampagne und die Gehirnwäsche Schutzbefohlener in als „Bildunkskooperation“ durchgehen? Ich zitiere das Schulgesetz NRW Paragraph 5:
    (Quelle: https://bass.schul-welt.de/6043.htm#1-1p2)

    § 5
    Öffnung von Schule, Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
    (1) Die Schule wirkt mit Personen und Einrichtungen ihres Umfeldes zur Erfüllung des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrages und bei der Gestaltung des Übergangs von den Tageseinrichtungen für Kinder in die Grundschule zusammen.

    (2) Schulen sollen in gemeinsamer Verantwortung mit den Trägern der öffentlichen und der freien Jugendhilfe, mit Religionsgemeinschaften und mit anderen Partnern zusammenarbeiten, die Verantwortung für die Belange von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen tragen, und Hilfen zur beruflichen Orientierung geben.

    (3) Vereinbarungen nach den Absätzen 1 und 2 bedürfen der Zustimmung der Schulkonferenz.

    Wenn, dann könnte man man sich mit sehr viel subversiver Energie den ersten Abschnitt so umdefinieren, daß FFF als Einrichtung des Umfelds herangezogen wird um den Erziehungsauftrag „grün wählen!“ und de Bildungsauftrages „Klimahysterie – die Welt geht unter!“ zu erfüllen. Ziemlich dreist. Warum organisiert man keine Busfahrten zur Uni, um mit Meteorologen oder Klimaforschern zu sprechen?

    Punkt drei besagt, daß wenn eine Schule nur ausreichend freidrehende Eltern und für irrationale Ängste empfängliche Schüler verfügt, eine Zustimmung für jeden Quatsch in greifbare Nähe rückt. Hier sieht man die Grenzen der Mitbestimmung: Sie setzt Reife und Erfahrung voraus. (Die Schulkonferenz ist das höchste Gremium der Schule. Ihr gehören Elternvertreter, Lehrer sowie Schüler an.)

    Eltern, die in Interesse daran haben, dass ihre Kinder nicht mit Segen ihrer Schule indoktriniert, verängstigt und linksradikalen Kreisen zugeführt werden – sondern Bildung für eine bessere Zukunft erhalten, sollten sich bei der Schulaufsicht oder beim Ministerium in Düsseldorf beschweren, da hier Unterricht ausfällt und § 43 „Teilnahme am Unterricht“ verletzt wird.

    Einige Elternkreise (wie üblich immer diejenigen, die laut und wichtig sind) und auch Lehrer missbrauchen die Schüler, um Parteipolitik zu machen indem sie Gruppendruck aufbauen und Ängste schüren. Das darf nicht sein!

    Vielleicht lesen auch Jüngere diesen Kommentar? Lasst euch nichts einreden, informiert euch selber. Es gibt genügend Quellen. Interessant ist hier das Video der Youtuberin Jasinna „Eine kleine CO2 Horror-Geschichte“, aber es gibt sehr viele andere Videos dazu. Man sieht: Es ist mit der Klimarettung alles nicht so einfach, wie man sich das vorstellt. FFF müsst ihr so sehen, dass ihr da wenigstens einen Tag habt, an dem ihr euch austoben könnt, auch wenn euch dann der Inhalt von 1/5 des Unterrichts später fehlen wird. (Stichwort: „Abi zu schwierig“) Das ist nun einmal der Preis, den ihr für das Klima zahlt und einige Lehrer und Eltern halte das für notwendig.