UKBS präsentiert mobile Innovation: Dieser Toyota fährt mit Wasserstoff

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Nichts ist unmöglich! Seit dem Wochenende verfügt die UKBS, hier Geschäftsführer Matthias Fischer (re.) und Aufsichtsratsvorsitzender Theo Rieke, über einen besonderen Toyota - den ersten Pkw mit Wasserstoffantrieb im Kreis Unna. (Foto UKBS)
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Es braucht weder Diesel noch Benzin, ist in 3 Minuten aufgetankt, fährt dann 500 km weit –  und stößt lediglich Wasserdampf aus. Nichts ist unmöglich!

Den Toyoto-Werbespruch macht sich die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) zu Eigen, bekannt für ihre Innnovationsfreude beim Wohnungsbau (z. B. Mehrgenerationenwohnen). Denn seit dem Wochenenende verfügt sie auch über eine mobile Innovation: den bisher einzigen im Kreis Unna angemeldeten Pkw mit Wasserstoff-Antrieb.

Nicht ohne Stolz verweist Geschäftsführer Matthias Fischer darauf, dass mit diesem Fahrzeug und seiner Brennstoffzellen-Technologie die Vision vom emissionsfreien Fahren Wirklichkeit werde. Das bestätigt auch der ADAC in einer Expertise. Darin heißt es:

„Wasserstoffautos werden als saubere Alternative zu herkömmlichen Verbrennungsmotoren gesehen. Sie gelten als emissionsfrei und zukunftsweisend.“

Das neue Fahrzeug ist ein Toyota Mirai. Er stößt durch seinen Antrieb lediglich Wasserdampf aus. Seine Technologie mit Brennstoffzellen wandelt Wasserstoff in elektrische Energie für den Motor um. So kann der Wagen bis zu 500 Kilometer weit fahren und lässt sich innerhalb von drei Minuten auftanken.

Das Fahrzeug ist geleast. Die monatliche Leasingrate beträgt 350 Euro.

„Die UKBS setzt mit dieser Anschaffung ihren Weg für eine saubere Umwelt konsequent fort“, sagt Fischer. So verfüge das Unternehmen bereits über drei Elektrofahrzeuge.

Weil für die kaufmännische und technische Wohnungsverwaltung nun ein weiteres Fahrzeug angeschafft werden musste, habe man sich für die neue Technologie mit Wasserstoff entschieden, argumentiert der UKBS-Geschäftsführer.

Wasserstoff-Tanke in Kamen

Erleichtert habe diese Entscheidung, dass es bereits eine Wasserstoff-Tankstelle unmittelbar „vor der eigenen Haustüre“, nämlich in Kamen, gebe. Von der UKBS-Zentrale an der Friedrich-Ebert-Straße sind es bis dorthin je nach Verkehrsaufkommen gerade mal 15 Minuten Fahrzeit.

Wasserstoff tankt man dort – wie bei rund 100 weiteren Stationen in Deutschland – derzeit stark komprimiert gasförmig. „Es ist ein durchsichtiges, geruchsloses und ungiftiges Gas und als Energiequelle extrem stabil, effizient und leicht zu lagern“, so Fischer.

Dass das neue mit Wasserstoff angetriebene Fahrzeug über großzügige, bequeme Sitze und modernen Komfort verfügt, wird seine künftigen Nutzer zudem erfreuen. „Denn schließlich fahren sie in dem Bewusstsein, in einem außergewöhnlich visionären Auto zu sitzen und mit Wasserstoff den Treibstoff der Zukunft zu nutzen und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten“, freut sich Fischer zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Theo Rieke.

 

 

 

 

 

 

 

 

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3 KOMMENTARE

  1. Schöne Sache, aber auch nicht ganz neu. Die Mondmission mit Apollo 11 wurde nur mit der Brennstoffzellentechnik möglich. Im Automobilbau gab es den Opel den Zafira als Brennstoffzellenauto der auf dem Genfer Autosalon im März 2000 vorgestellt wurde. Leider ist aus der Geschichte nichts geworden, ist einfach so wieder in der Schublade verschwunden und nicht weiter entwickelt worden.

    Die deutsche Autoindustrie hat viele Entwicklungen einfach verschlafen und wundert sich jetzt, das andere Player auf dem Markt Maßstäbe setzen.