Eisenpoller-Angriff bei Procar, Steinwurf auf Fröndenberger Stadt-Pkw: Adam C. auf Bewährung frei

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Das Amtsgericht Unna. (Rundblick-Foto)
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Er stürzte sich mit einem Eisenpoller auf Mitarbeiter des BMW-Autohauses Procar in Unna, zerschmetterte mit einem gewaltigen Stein einen Dienst-Volvo der Stadt Fröndenberg direkt vor dem Rathaus. Am Bahnhof Unna schleuderte er einen weiteren kapitalen Steinsbrocken gegen einen Zug. „Er macht Menschen Angst“, bestätigte die Staatsanwältin.

„Aber wir sprechen hier nicht von einem Menschen, der ohne Grund Menschen angreift.“

Dem Bild eines integrationsunwilligen, gewaltbereiten Flüchtlings, das man anhand des stattlichen Strafregisters von Adam C. gewinnen könne, entspreche der heute 34-jährige Afrikaner überhaupt nicht. Obleich er sich in kurzer Zeit fast drei Dutzend Straftaten – „teils schwere Straftaten“, betonte Richter Hüchtmann – aufs Konto geladen hat.

Dennoch verließ der Afrikaner, nach über 10 Monaten Untersuchungs- und Ersatzhaft in der JVA Dortmund,  heute Nachmittag als freier Mann das Unnaer Amtsgericht, das er drei Stunden zuvor in Handschellen betreten hatte. Nach mehreren Verhandlungstagen und abschließenden eineinhalb Stunden Beratungszeit fällte Richter Hüchtmann im Saal 107 das Urteil: 16 Monate Haft, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

„Man erwartet nach den Akten einen unzufriedenen Randalierer, der keine Regeln akzeptiert. Diesem Bild entsprechen Sie überhaupt nicht“,

wandte sich Hüchtmann nach den umfangreichen Beweisaufnamen an den Asylbewerber.

Juristisch sei dies ein relativ leichter Fall, erklärte der seit Jahrzehnten erfahrene Amtsrichter. Er erinnerte an das „ziemlich beeindruckende“ Video, das nach Adam C.´s Steinwurf auf den Dienst-Volvo der Stadt Fröndenberg im Netz kursierte:

„Sie haben mit einem Findling, den ein normaler Mensch kaum anheben kann, dieses Auto so zugerichtet, wie es eine Schrottpresse nicht besser könnte. 35 Straftaten, auch schwere, liegen vor.“

So demolierte der hünenhafte, muskulöse Mann im Frühling und Frühsommer 2018  gleich zweimal das Mobilar in seiner Unterkunft in der Fröndenberger Stadtmitte, warf beim zweiten Mal einen kompletten Herd und einen Kleiderschrank aus dem Fenster.  Dies und  weitere seiner Auftritte seien zweifellos Straftaten, vielfach schwere Straftaten. Sie hätten aber menschlich nachvollziehbare Gründe gehabt, unterstrich Hüchtmann:

„Im menschlichen Bereich sehen wir uns hier mit Dingen konfrontiert, die sich juristischer Bewertung fast vollständig entziehen.“

Hüchtmann sprach von der offensichtlich traumatischen Vergangenheit des Afrikaners, dessen Geburtsjahr 1985 sein soll, dessen Herkunft (Elfenbeinkünste oder Guinea) allerdings immer noch nicht gänzlich geklärt ist. Weshalb er auch bisher nicht abgeschoben wurde, trotz ablehnenden Asylbescheids bereits im Januar 2017.

Aus Adam C.´s teils widersprüchlichen Schilderungen (gegenüber dem Gericht und dem psychologischen Sachverständigen) ergibt sich das Bild, dass er an der Elfenbeinküste geboren wurde, 2010 verstarb dort sein Vater.  Aufgrund eines Erbschaftsstreites floh er über Guinea und Libyen nach Europa.

In Guinea wurde in seinem Beisein ein naher Verwandter erschossen; in verschiedenen Anhörungen war es mal ein Cousin, mal ein Bruder, vor Gericht ließ er heute über seine Dolmetscherin bestätigen: Es war der Cousin.

Er selbst habe mit Hilfe von Schleusern fliehen können (an den Schleuser habe er auch seinen Pass abgeben müssen), dabei habe er eine Schussverletzung am Bein erlitten. Die Herkunft dieser „kleinen Narbe am Bein“ durch einen Schuss zog der für das zweite Gutachten beauftragte Sachverständige in Zweifel, dies sei „nicht erkennbar“. Ebenso zweifelte er stark an einer traumatische Vorbelastung des jungen Mannes oder an seiner vormaligen Behauptung, Stimmen zu hören.

Der Gutachter kam zu dem Schluss, dass Adam C.´s Gewaltausbrüche und andere Straftaten „vielmehr Ausdruck eines gewissen Unwillens und Missverständnisses“ waren.

Es sei, so hieß es abschließend in dem Gutachten, „abwegig“, dass Adam C. schwer psychiotisch sei. Zumal er bei einer solchen Befindlichkeit schlichtweg nicht in der Lage gewesen wäre, seinen Hauptschulabschluss zu machen (was ihm 2017, als er bereits in Obhut des Fröndenberger Patenschaftskreises war, gelang und noch einige Praktika nach sich zog).

Richter Hüchtmann zog seinerseits das Gutachten schwer in Zweifel, ebenso wie Staatsanwältin Carola Jakob und Adam C.´s Pflichtverteidiger Carsten Vogeler. Der Anwalt aus Castrop-Rauxel stimmte Hüchtmann zu, als dieser sich vernehmlich kritisch außer Stande erklärte, „viele offene Fragen“ aus diesem Gutachten zu klären; denn der Sachverständige selbst war in der Verhandlung nicht anwesend.

Dessen Feststellungen könne er überhaupt nicht teilen, betonte Hüchtmann: Ihm fehle ganz im Gegenteil jegliche Vorstellungskraft dafür, dass ein Mensch nach solchen Erlebnissen – gewaltsamer Tod des Cousins, lebensgefährliche Flucht mittels Schleusern – nicht traumatisiert sein sollte.

Notizen aus der Verhandlung.

Richter Hüchtmann wendet sich vor den Plädoyers mit freundlicher Besorgtheit und viel menschlichem Verständnis an den Angeklagten. „Wie fühlen sie sich jetzt? Sie machen einen sehr ruhigen, ausgeglichenen, auch aufnahmefähigen Eindruck.“

Adam C. bestätigt das. „Ich fühle mich sehr gut“, sagt er auf Französisch, übersetzt von seiner Dolmetscherin. Und: „Ich möchte mich entschuldigen. Das wird sich nicht wiederholen.“

Es sei gut möglich, sagt ihm Hüchtmann weiter, dass er heute als freier Mann das Gericht verlassen werde. „Ist Ihre Unterkunft dann gesichert?“

Er wendet sich an C.s Flüchtlingshelferin Z. vom Fröndenberger Patenschaftskreis, deren „eindrucksvolle, verständlicherweise sehr wohlwollende“ Zeugenaussage entscheidend in die Urteilsfindung eingeflossen ist, das sagen später auch Staatsanwältin und Verteidiger.

Er könnte wieder in seine Unterkunft in Fröndenberg, bestätigt Z., zurück in sein damaliges Zimmer. „Aber es ist abgeschlossen. Da kommt niemand rein.“ C. müsse noch einen Schlüssel haben.

Dieser wird bei seiner persönlichen Habe aufbewahrt sein, vermutet Hüchtmann, Rücksprache bei der Dortmunder Polizei werde das klären.

Geld kann Adam C. bei einer Rückkehr nach Fröndenberg frühestens am Donnerstag im Rathaus bekommen. „Wenn ich etwas vorstrecke, mache ich das immer privat“, widerspricht die Flüchtlingspatin dem Amtsrichter, der wissen will, ob C. übergangsweise Geld vom Patenschaftskreis bekommen könne. Nein, das gehe nur privat.

Aus dem Plädoyer von Staatsanwältin Carola Jakob:

Es ist ein langes Plädoyer, aus dem viel Verständnis durchschimmert. „Man könnte durchaus den Eindruck gewinnen, es sei ein schlecht oder gar nicht integrierter Flüchtling. Hinter dieses Klischee blicken können wir aber auch dank der Zeugin Z., der Flüchtlingshelferin.“

Zu dieser habe Adam C. „ein freundschaftliches Verhältnis“ entwickelt. „Er war zunächst freundlich, aufgeschlossen, interessiert an der deutschen Kultur. Es gab viele gemeinsame Unternehmungen.“

Der Umschwung kam, als er in seiner Unterkunft in ein Doppelzimmer ziehen musste, „das den Ansprüchen an ein zivilisiertes Leben nicht genügt“, gibt die Staatsanwältin die Schilderung der Flüchtlingspatin wieder. „Dazu dieser Schwebezustand, dann im Januar 2017 die Ablehnung des Asylantrages.“

Psychisch ging es Adam C. immer schlechter. „Er wurde depressiv, hörte wohl Stimmen, hatte Geldprobleme, immer noch Schulden bei Schleusern. Es kam zu vielen Missverständnissen im Umgang mit Behörden, mit Uniformierten.“

Mit Menschen in Uniform habe C. offenbar in seinem Heimatland sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Dies sei eine Erklärung auch für seine Angriffe auf Vollstreckungsbeamte.

„Der Gutachter konnte nicht überzeugen“, sagt Carola Jakob deutlich. Sie könne nicht ausschließen, dass C. Stimmen gehört habe. Sie könne aber sehr wohl ausschließen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung, dass  KEINE psychischen Defizite da seien.

Seine Auftritte bei Procar z. B., dass er einen 53.000 Euro teuren BMW mit Spielgeld bezahlen wollte, und andere Verhaltensweisen, das alles lege einen eindeutigen Schluss nahe: „Eine krankhafte seelische Störung liegt vor.“

Und nachdrücklich sagt sie: „Wir sprechen hier nicht von einem Menschen, der ohne Sinn und Verstand Leute angreift. Er macht Menschen Angst; schon durch sein Erscheinungsbild. Aber er hat hat keine Menschen verletzt.“

Dies alles zusammen „mit der erlittenen U-Haft und der unsicheren Situation“ veranlasst die Staatsanwältin, für 1 Jahr und 4 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung zu plädieren.

„Es sollte sich jemand finden, der ihm einen Geldbetrag vorstreckt“, wandte sie sich an Flüchtlingshelfern Z., zudem sei es nötig, dass jemand für ambulante medizinische Hilfe zur Stelle sei, schon damit C. seine Medikamente bekommt.

Aus dem Plädayer von Rechtsanwalt Carsten Vogeler:

Er fasse sich kurz, sagt der Anwalt, der Adam C. als Pflichtverteidiger zur Seite gestellt wurde. Er schließe sich den Worten der Staatsanwältin in ganz weiten Teilen an. Auch er habe in diesen zurückliegenden Monaten gemerkt: „Man muss hinter die Akten gucken.“

Nach der Ablehnung des Asylgesuchs konnte sein Mandant „weder vor noch zurück“, so Vogeler. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass bei Herrn C. psychisch einiges im Argen liegt.“

In der geregelten Umgebung der JVA habe sich das merklich gebessert. „Herr C. darf nicht allein gelassen werden“, betont Vogeler deshalb.  Er bitte um eine milde Strafe.

Diese sprechen Richter Hüchtmann seine Schöffen nach anderthalbstündiger Beratung schließlich aus: „Wir sehen durchaus eine Entwicklung“, gibt der Unnaer Amtsrichter Adam C. ermunternd mit auf den Weg. Als einzige Auflage bekommt er eine Bewährungsaufsicht.

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Angeklagt war der abgelehnte Asylbewerber, dessen zwei Identitäten ihn wahlweise als Mitt- und Endzwanziger auswiesen, wegen des Angriffs bei Procar, der Dienstwagenattacke in Fröndenberg sowie weiterer vorgeworfener Straftaten vom 7. Mai bis 12. August 2018. Sein Strafregister ist ellenlang, weist noch zahlreiche weitere Taten in dem Monaten zuvor auf. Diese büßte der Mann von der Elfenbeinküste  in „Ersatzfreiheitstrafen“ ab, für die die Untersuchungshaft mehrfach unterbrochen wurde.

Wie der Name sagt, dient die „Ersatz“-Freiheitstrafe als Ersatz für eine Geldstrafe, wenn der Verurteilte nicht zahlen kann.

RÜCKBLICK – Ansammlung von Straftaten ohne Handhabe der Polizei

Die Kreispolizeibehörde Unna listete am 13. August 2018 die Ansammlung von Straftaten auf, die sich der junge Mann allein seit Frühsommer in der näheren und weiteren Fröndenberger Umgebung aufs Kerbholz geladen hatte.

Bei der Unnaer Polizei sattsam bekannt, wurde er dort zunächst als „23-jähriger Guineer“ geführt. Mit seinen Aliaspersonalien war bzw. ist er 28 Jahre und von der Elfenbeinküste, also Ivore.

Polizeisprecherin Ute Hellmann beschrieb im Gespräch mit unserer Redaktion die mangelnde rechtliche Handhabe für die Polizei in solchen Fällen. Sie könne noch so oft gerufen werden und kann einen notorischen Wiederholungstäter noch so oft kurzzeitig in Gewahrsam nehmen: Über Haftgründe entscheidet allein der jeweils zuständige Haftrichter.

Daher entwickelt sich ein Fall wie dieser für die Polizei oft zur Sisyphusarbeit.

Was allein im Mai 2018 bei „Adi“ aktenkundig wurde:

  • Am 12. des Monats randaliert er in Unna, beschädigt einen Zug.
  • Für denselben Tag notiert: „Widerstand und Bedrohung in Menden“ – der Afrikaner rastet im Bordell an der Fröndenberger Straße aus und drohte mit einer abgebrochenen Glasflasche. 
  • Zwei Tage später wird er bei einem Diebstahl in Bönen erwischt, widersetzt sich aggressiv seiner Festnahme und leistet erheblichen Widerstand.
  • Mitte Mai randaliert er in seiner Unterkunft in der Fröndenberger Stadtmitte. Seine Aggressionen richten sich nicht nur gegen das Mobiliar, sondern auch gegen seine dortigen Mitbewohner: Er begeht Körperverletzung. Die Stadt Fröndenberg verlegt ihn daraufhin in eine Unterkunft außerhalb der Stadtmitte.
  • Das hindert den kräftigen Mann nicht an weiteren Gewalttaten in der Innenstadt: So kreuzt er am 20. Mai mit einem „schwertähnlichen Gegenstand“ am Fröndenberger Bahnhofscafé auf. Das „Schwert“ entpuppt sich als Gardinenstange, oben spitz zulaufend und durchaus gefährlich.

So lief es den Sommer über weiter, und keine Handhabe gab es für die Polizei, den gewalttätigen Dauerkunden zumindest mittelfristig aus dem Verkehr zu ziehen.

Bis die Situation Ende Juli eskalierte:

Das Fröndenberger Rathaus an der Bahnhofstraße. (Archivbild RB)
  • Am Abend des 31. Juli demoliert der Ivore einen Dienstwagen der Stadt Fröndenberg mit einem enormen Stein – von dieser Attacke wird ein privates Video gedreht und liegt auch der Polizei vor. Es verbreitet sich rasend schnell im Internet.
  • Und einen Tag später beginnt der – vermutlich – 28-Jährige dann mit seiner Belagerung des BMW-Autohauses Procar in Unna, wo er zum Höhepunkt am vorletzten Freitag vier Mitarbeiter mit einem schweren Eisenpoller angreift.
Das BMW-Autohaus Procar in Unna, Hansastraße. (Archivbild RBU)

Nach dieser Attacke nahm die Polizei Kontakt mit dem Ordnungsamt der Stadt Unna auf.

Das gemeinsame Ziel:  Einweisung nach PsychKG – eine sofortige Unterbringung in eine Fachklinik, die jedoch an strenge Voraussetzungen gebunden ist. In Absatz 2 des Gesetzes heißt es:

“ (2) Nimmt die örtliche Ordnungsbehörde eine sofortige Unterbringung vor, ist sie verpflichtet, unverzüglich beim zuständigen Amtsgericht einen Antrag auf Unterbringung zu stellen. In diesem Antrag ist darzulegen, warum andere Hilfsmaßnahmen nicht ausreichten und eine gerichtliche Entscheidung nicht möglich war. Ist die Unterbringung und deren sofortige Wirksamkeit nicht bis zum Ablauf des auf den Beginn der sofortigen Unterbringung folgenden Tages durch das Gericht angeordnet, so sind die Betroffenen von der ärztlichen Leitung des Krankenhauses, bei selbstständigen Abteilungen von der fachlich unabhängigen ärztlichen Leitung der Abteilung (ärztliche Leitung), zu entlassen.“

Die LWL-Klinik in Dortmund-Aplerbeck, in die der Afrikaner gebracht wurde, sah augenscheinlich (Auskünfte unterliegen dem Datenschutz) keine Grundlage, ihn länger dazubehalten. Im Übrigen gebärdete er sich laut Polizei auch in der Klinik bereits wieder hochaggressiv.

Im Ergebnis war er bereits wenige Tage später wieder draußen. 

Anzeigen lagen reichlich vor, auch ohne die dann vorerst letzte Aktion an der Alleestraße in Fröndenberg – Geschäftseinbruch mit einem Steinwurf am hellen Sonntagmittag, 12. August.

Zur Motivation für seine gewalttätigen Übergriffe sagte der Asylbewerber seinerzeit gegenüber der Polizei: Er wolle zurück nach Afrika. Und er wolle vorher sein Geld.

 

 

 

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15 KOMMENTARE

  1. Drei Zitate aus dem Text, die eigentlich jedem aufgefallen sein müssten:
    1.:Staatsanwältin Carola Jakob:“Aber er hat keine Menschen verletzt.“
    2.:“….widersetzt sich aggressiv seiner Festnahme und leistet erheblichen Widerstand.“
    3.:“Seine Aggressionen richten sich nicht nur gegen das Mobiliar, sondern auch gegen seine dortigen Mitbewohner: Er begeht Körperverletzung.“

    Wiese verdreht eine Staatsanwältin die Tatsachen? Ja, er hat Körperverletzung begangen und er wird vermutlich wieder Körperverletzung begehen. Man sollte eine Privathaftung für inkompetente Richter und Staatsanwälte einführen, wenn durch Fehlurteile andere Menschen zu Schaden kommen….

    • Das ist genau der Punkt, was passiert, wenn der Mann wieder gewalttätig wird? Dann werden der Richter und die Staatsanwältin sicherlich erklären, dass sie sich geirrt haben, und werden die Verantwortung übernehmen und auch alle Sachschäden bezahlen, oder?! Das würde doch allein der Anstand gebieten, richtig?!
      Auch habe ich nicht verstanden, warum die angebliche schwere Traumatisierung des Mannes eine Entschuldigung für dermassen unfassbare Gewaltorgien ist.

  2. Wieder ein Urteil dass das Vertrauen in den Rechtsstaat massiv schädigt. einfach nur ein Trauerfall. Verstehe auch nicht die Schöffen eine solche Urteilsfindung die sicher nicht “IM NAMEN DES VOLKES” ist, mit zu tragen. Wünsche allen die durch dieses Individuum Todesängste ausgestanden und vermutlich heute noch unter diesen traumatischen Übergriffen leiden dass sie dieses Urteil verstehen und akzeptieren können. Ich persönlich kann das nicht. Und die Stadt Fröndenberg wird sicher auch den Dienstwagen Schrott verkraften, ansonsten kann man ja die Grundsteuer erhöhen.

  3. Schade um diesen Staat und die Generation die heute mit ansehen muss wie die geschaffene Freiheit und das bisschen Wohlstand nicht nur den Bach runter geht sondern auch gefährliche rechte Tendenzen durch unfähige Politiker, Verantwortliche der 68er Generation, Linke und Grüne explosionsartig beschleunigt werden. Normales Rechtsbewusstsein hat keine Gültigkeit mehr. Diese Urteil hier zeigt wie weit sich m. E der Staat und seine Organe der “Denke des Normalbürgers” entfernt hat. Des Weiteren favorisieren aber offensichtlich “normal??” denkende Bürger Parteien deren Mitglieder Samstag einen Bagger im Tagebau Garzweiler besetzen, am Sonntag dann einen Hochspannungsmast besteigen um gegen die Stromtrassen zu protestieren und am Freitag dann massiv mobilen Elektroschrott fordern statt vorhandene und bessere Alternativen zum Verbrennungsmotor einzufordern. Gute Nacht Deutschland.

  4. […] #Fröndenberg: 35 (!) teils schwere Straftaten, aber Asylbewerber mit unklarer Identität bekommt Bewährung, spaziert als freier Mann aus dem Gericht, denn der Richter mit „freundlicher Besorgtheit“ sieht ernsthaft menschlich nachvollziehbare Gründe #Justiz https://www.rundblick-unna.de/2019/06/25/eisenpoller-angriff-bei-procar-steinwurf-auf-froendenberger… […]

  5. Mir tun die Polizisten leid, die immer wieder mit diesem Menschen zu tun haben, denn dem Bericht ist zu entnehmen, dass er heftigen Widerstand geleistet hat. Vermutlich muss erst ein Mensch schlimm verletzt werden, ehe man entsprechende Maßnahmen seitens des Gerichts ergreift (ich kann mir nicht vorstellen, dass es nun keine weiteren Straftaten geben wird, denn sein Verhalten wird er bei derart vielen Gewalttaten innerhalb kurzer Zeit sicherlich nicht ändern). Was sich mir nicht erschließt: Dieser Flüchtling erklärt, er stamme von der Elfenbeinküste und er möchte Deutschland verlassen – wo ist dann das Problem? Warum kann er dann nicht in dieses Land ausreisen? Fehlende Papiere? Seine Identität müsste doch vor Ort zu klären sein, wenn er tatsächlich Ivore ist. Last but not least frage ich mich, weshalb man überhaupt noch kostspielige Gutachten in Auftrag gibt, wenn sie vor Gericht dann doch nicht berücksichtigt werden. Diesen Aufwand kann man sich ersparen! Ich bin gespannt, was man in naher Zukunft wieder über diesen aggressiven Typen in den Medien lesen wird (hoffentlich nichts über verletzte Polizisten).

    • Warum kostspielige Gutachten einfach so nicht berücksichtigt werden dürfen. Ganz einfach, die Antwort heisst „ZPO § 286 – Freie Beweiswürdigung“. Das Gericht darf nach „freier Überzeugung“ Beweise, also auch Gutachten, würdigen oder auch nicht würdigen. Das Gericht kann letztendlich entscheiden wie es will.