Verkehrsführung für „neue“ Mühle Bremme: Ampel am Kreisel soll bleiben – Freitreppe zum Königsborner Tor

3
492
Facebookrss

Fußgänger- und Radfahrerampel statt Zebrastreifen, dauerhaft.

Das empfiehlt die Stadt Unna  dem Stadtentwicklungsausschuss, der ab 17 Uhr tagt.

Und: eine neue Freitreppe soll das Mühle Bremme-Gelände mit der geplanten Einzelhandelsbebauung „Mühlencenter“ – hier geht es zum Bericht – mit dem Königsborner Tor verbinden.

Unnas Verkehr und das Mühlencenter – So soll es funktionieren:

Grafik der geplanten Verkehrsregelung mit Entwicklung des Mühlencenters. (Quelle Investor/Stadt Unna)
  • Das Einkaufszentrum soll über einen Ampel-Knotenpunkt an den Innenstadtring angebunden werden.
  • Für die Anbindung von der Kantstraße aus in Richtung Norden wird eine Linksabbiegerspur angelegt.
  • Ausfahrt ist in beide Richtungen möglich (westlich wie nördlich).
  • Zu Spitzenzeiten nachmittags wird das Verkehrsaufkommen von derzeit 325 Fahrzeugen pro Stunde um 140 Kfz wachsen.
  • Auf dem Ring ist durch die neue Ampel in Spitzenzeiten mit zusätzlichem Stau und Zeitverlust zu rechnen (im Mittel 64 Sekunden).

Heute (26. 6.) soll der Stadtentwicklungsausschuss beschließen:

  • Die Ampel am Kreishauskreisel auf der Viktoriastraße vor Netto soll dauerhaft den Zebrastreifen direkt am Kreisel ersetzen.
Ampelhinweis am Kreishauskreisel. (Foto RB)

Seit März lief wie berichtet eine Testphase. Die ist jetzt beendet.

„Insgesamt hat die Vorher-Nachher-Betrachtung gezeigt, dass die … provisorisch eingerichtete signalisierte Querungsstelle … eine sichere Alternative zum konventionellen Überweg am Kreisverkehr darstellt, um damit die Verlustzeiten und die Rückstaus in der Kantstraße zu verringern und die Leistungsfähigkeit zu erhöhen“,

fasst die Verwaltung die Versuchsergebnisse zusammen.

Gleichzeitig stieg die Verkehrssicherheit, da sich „die Anzahl der Konfliktsituationen Kfz/Radfahrer/Fußgänger verringert“.

Daher empfiehlt die Stadt, eine dauerhafte Signalisierung einzurichten. Bis dahin soll das Provisorium stehen bleiben.

Wie berichtet, war der Versuch in erster Linie mit Blick auf die zusätzlichen Verkehrsströme durch das Einkaufszentrum Mühle Bremme gedacht.

Die Ampel vor dem Kreisverkehr. (Archivbild RB)

Für das geplante „Mühlencenter“ mit einem modernen großen Edeka als Ankermieter soll auch die Fuß- und Radverkehrsführung am Königsborner Tor  umgestaltet werden:

Die Unterführung am Königsborner Tor. (Foto: Rundblick Unna)
  • Das Areal Mühle Bremme soll in Richtung Norden zur Bahnüberführung über eine Freitreppe an die Wegeverbindung „Königsborner Tor“ angeschlossen werden.

Damit sich Fußgänger und Radler dabei nicht in die Quere kommen, soll die Lösung eine „abschnittsweise Führung des Radverkehrs im Trennprinzip im Bereich der nördlichen Rampe und unter der Bahnüberführung“ wie schon vorhanden sein. Fuß- und Radweg werden durch ein durchgehendes Trenngeländer voneinander separiert.

Im Abschnitt südlich des Tunnels ist eine Mischverkehrsfläche vorgesehen, auf der ein rücksichtsvolles Verkehrsverhalten der Radfahrer und Fußgänger gefordert ist. Hierzu müssen die vorhandenen Treppenstufen beseitigt werden. Der Bereich wird als Fußgängerweg mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ ausgewiesen.

 

Facebookrss

3 KOMMENTARE

  1. Und wann wird der Kreisverkehr wieder seine zweite Spur zurück bekommen? Jetzt wo bewiesen ist, das die Unfallsicherheit gar nicht von den zwei Spuren kam, sondern viel mehr durch Querung der Rad-und Fussgänger am Kreuzungsbereich. Dadurch würden die vermuteten 140 Autos mehr am Tag gar nicht mehr auffallen.

    Wenn ich mal so überschlage wie viel Abgase bei den bisherigen 325 Autos in der Stunde in 64 sec. ausgestoßen werden, würde ich den Bereich als schwer gesundheitsgefährdend einstufen, und für Fuss- und Radfahrer ohne Atemschutz, generell verbieten.