Sommersynode des Kirchenkreises – Thema Zuwanderung: „Wir haben es geschafft“

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Am heißesten Junitag wurden die Synodalen erfinderisch, um einen kühlen Kopf zu bewahren. (Foto D. Schneider / Kirchenkreis Unna)
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„Wegen euch können wir am Ende sagen: wir haben es geschafft“, sagte Pfarrer Volker Jeck an die Adresse der vielen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit.

Die  Sommersynode des Ev. Kirchenkreises Unna beschäftigte sich am 25. und 26. Juni mit dem Thema „Kirche in der Zuwanderungsgesellschaft“. Die Chancen und Herausforderungen für die kirchliche Arbeit herauszufinden, das war Ziel der Diskussion im Gemeindehaus Kamen.

In seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst am Vorabend in der Auferstehungskirche Bergkamen erinnerte Pfarrer Volker Jeck an die, die sich in den letzten Jahren in der Flüchtlingsarbeit engagiert haben.

In acht Workshops arbeiteten die Synodalen an den Auswirkungen für Kirche durch Migration. (Foto KKreis Unna)

Beim anschließenden Empfang stellte die Sozialdezernentin Bergkamens, Christine Busch, in ihrem Grußwort fest, dass es wohl keinen besseren Ort für einen Synodenauftakt mit diesem Thema gäbe als diesen: „Hier in Weddinghofen wurde Großes geleistet, auch wir als Stadt Bergkamen sind dafür unendlich dankbar.“

Denn gleich in der Nachbarschaft war die Erstaufnahmeeinrichtung Bergkamens in Form einer Zeltstadt mit reichlich Unterstützung der Kirchengemeinde entstanden.

Am Eröffnungsabend diskutierten Vertreter aus Kirche und Gesellschaft über ihre Erfahrung mit Migration, darunter Ksenja Sakelsek (Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Unna), mit Öffentlichkeitsreferent Dietrich Schneider. (Foto KKreis Unna)

Im Podiumsgespräch erinnerte Ksenja Sakelsek, Vorsitzende des Integrationsrates Unna,  daran, dass es immer wieder Situationen gäbe, in denen Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund nicht selbstverständlich in politische Diskussionen einzögen, das sei weiterhin verbesserungsfähig.

In acht Themengruppen erarbeiteten die Synodalen konkrete Vorschläge für eine Kirche, die achtsam und bewusst auf die sich in der Zuwanderungsgesellschaft ergebenden Fragen reagiert. Darunter die Aufforderung, Räume für den Austausch und für Begegnung zu schaffen und Partnerschaftsarbeit, sowohl international wie auf örtlicher ökumenischer Basis, zu unterstützen.

In seinem Bericht blickte Superintendent Hans-Martin Böcker auch schon ein wenig zurück. Drei Visionen seien in der Vergangenheit wahr geworden.

Im Kamener Gemeindehaus tagte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises zum Thema „Kirche in der Zuwanderungesgesellschaft“. (Foto KKreis Unna)

Da sei die Zusammenlegung der beiden Krankenhäuser in Unna zuerst zu nennen. Das „Christliche Klinikum Unna“ sei ihm eine Herzensangelegenheit.

Genauso die Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, das für förderliche Arbeitsbedingungen sorge.

Und das Aufblühen der Synagogengemeinde in Unna-Massen, mit der eine enge Zusammenarbeit besteht, sei für ihn ein besonderes Highlight.

Den Abschluss fand ein Konzept für die zukünftige Seelsorge an alten Menschen. Dafür sollen sich zukünftig in den vier Regionen je einer der jetzt tätigen Pfarrer oder Pfarrerinnen mit je einer viertel Stelle kümmern. Zusätzlich ist eine Netzwerkstelle vorgesehen, wünschenswerterweise zu besetzen mit einem Diakon oder einer Diakonin.

Sichergestellt werden soll so die seelsorgliche Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft, sowohl in Einrichtungen, z. B. der Pflege wie auch im Gemeindealltag.

PM: Kirchenkreis Unna

Verabschiedet aus dem Stiftungsrat der Kirchenkreisstiftung Kompass wurde Thomas Meier-Vehring (m.) von Superintendent Hans-Martin Böcker (r.) und dem Vorsitzenden des Stiftungsrates Udo Sedlaczek

Der Ev. Kirchenkreis Unna ist der Zusammenschluss der dreizehn evangelischen Gemeinden in Fröndenberg, Kamen, Unna, Holzwickede und Bergkamen und der kreiskirchlichen Einrichtungen. In diesem Bereich leben ca. 72.000 evangelische Christen. Die Kreissynode wird vom Superintendenten geleitet und setzt sich aus insgesamt 120 Vertretern aus Gemeinden und Kirchenkreis zusammen.

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