Unnas CDU-Fraktion schmilzt weiter: Der nächste Austritt

0
559
Der Ratssaal I im Unnaer Rathaus. (Foto: Rundblick Unna)
Facebookrss

Und da waren´s nur noch 12. Mit einem runden Dutzend Ratsvertreterinnen und -vertretern ist die CDU-Fraktion jetzt noch im Unnaer Stadtparlament vertreten, nachdem sie diese Woche den nächsten Austritt verkraften musste.

Sechs Wochen nach Vizebürgermeister Frank-Holger Weber verließ als Nächste die stellv. Oberstadt-Vorsitzende Jessica Tepe die – immer noch – zweitgrößte Ratsfraktion. Die 1985 geborene Bürokauffrau und junge Mutter war die einzige unter 40-Jährige in der CDU-Fraktion und (zusammen mit Gabriele Meyer und Christa Gosing) eine von drei Frauen.

Sie leitete als Stellvertreterin von Carsten Morgenthal bis zum vergangenen Sommer die größte Ortsunion Oberstadt, trat jedoch bei dessen Austritt aus der Fraktion und seinem Rücktritt als Oberstadt-Vorsitzender ebenfalls von ihrem Vorstandsposten zurück.

Jessika Tepe. (Fotoquelle CDU Unna)

Bei der Ratsssitzung am gestrigen Abend (4. 7.) nahm Jessika Tepe bereits neben dem ebenfalls abtrünnig gewordenen Frank-Holger Weber Platz. Ebenso wie dieser bleibt sie in der CDU und behält ihr Ratsmandat.

Damit stellen die „Fraktionslosen“ nun schon die viertgrößte Gruppe im Stadtrat.

Zu ihren Gründen will sich Jessika Tepe später noch in Ruhe äußern.

Seit der Kommunalwahl 2014 traten bereits vier Christdemokraten mehr oder weniger im Frieden aus ihrer Fraktion aus – darunter zwei Vizebürgermeister (Weber und zuvor Holger Wiese) und ein Ortsunionsvorsitzender (Carsten Morgenthal, damaliger Chef von Oberstadt). Morgenthal lief im vergangenen August zu den Grünen über, Wiese gab sein Mandat zurück und machte damit den Platz für einen Nachrücker frei. Ansonsten wären´s bei den Christdemokraten jetzt nur noch elf.

Frank-Holger Weber nannte als Begründung für sein abruptes Hinwerfen am Festa Italiana-Freitag böswillige Gerüchte über ihn (etwa, dass er WBU-Geschäftsführer werden oder in die SPD eintreten wolle – Hintergrund war der Streit um das WBU-Geschäftsführerinnengehalt).

Holger Wiese hatte seinen Austritt im September 2015 mit Kritik am Führungsstil begründet, mit dem „Schmusekurs der GroKo“ (ständiges Gemeinsamstimmen der CDU mit der SPD) und damit, dass die CDU zur Bürgermeisterwahl keinen eigenen Kandidaten aufgestellt und Werner Kolter eine Solo-Nummer beschert hatte.

 

Facebookrss