Zoff um Vorstandswahlen bei AfD Kreis Unna: Schild gibt Dinse Schuld am Wahlergebnis in Schwerte

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Wahlkampf-Luftballons der AfD. (Archivbild RBU)
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Bei der AfD im Kreis Unna hängt der Haussegen schief. Grund sind Personalentscheidungen bei der Vorstandsneuwahl. Bei dieser wurde der bisherige stellv. Sprecher (und ehemalige Landtagskandidat) Hans-Otto Dinse aus Schwerte  nicht wieder aufgestellt.

Der alte und neue Kreissprecher Michael Schild aus Fröndenberg fand dazu deutliche Worte:

„Ich erwarte von meinem Vorstand absoluten Einsatz und nicht, dass mein damaliger Stellvertreter in der Hochphase des Wahlkampfes – statt im Kreis alles zu geben – lieber mit AfD-Prominenz im Schweriner Schloss in MeckPomm feiert.“

Schild kreidet seinem bisherigen Vize die direkte Schuld für das – vergleichsweise dürftige – AfD-Europawahlergebnis in Schwerte an:

„Wir haben im Kreis Unna das 14.-beste Ergebnis von über 50 Kreisen bei der EP-Wahl eingefahren und können damit zufrieden sein. Der Erfolg wird besonders getragen von den großen Städten Lünen, Kamen und Unna. Schwerte – obwohl mit gleicher Sozialstruktur – schloss erneut deutlich unterdurchschnittlich ab, so dass wir als Kreis insgesamt nicht ganz nach vorne kommen konnten.“

Darauf kontert Dinse in einem ebenfalls öffentlichen Facebook-Gegenpost:

„Bei ca. 10% der Einwohnerschaft des Kreises stellt Schwerte 20% der Mitglieder des Kreisverbandes. Mein Wunsch nach Gründung eines Stadtverbandes wurde seit Monaten vom Sprecher torpediert. Schwerte gilt als Speckgürtel Dortmunds. Von der gleichen Sozialstruktur zu sprechen geschieht dabei wider besseres Wissen und ist ein offensichtlicher Diffamierungsversuch.

Übrigens-Wahlergebnis Schwerte EU-Wahl – 8,41%

und Fröndenberg, die Heimatstadt des Sprechers, 8,6%.“

Schild schreibt nach den Neuwahlen:

„Ich bin froh, dass dafür nun endlich Verantwortung übernommen wurde. Wir werden nun ein großss Augenmerk auf die Entwicklung in Schwerte legen.“

Dazu bemerkt wiederum Hans-Otto Dinse: „Diese Verantwortung wird nun sein neuer-alter, soeben erfolglos aus Brandenburg zurückgekehrte Stellvertreter Holger Sitter vorantreiben. Sollte dessen gescheiterter Landtagsjob und sein jetziger in Berlin ….dafür der Maßstab sein, ist Großes zu erwarten. Um unserer gemeinsamen Sache nicht zu schaden, will ich es dabei bewenden lassen….“

Für die Funktion als Sprecher habe er – wie jeder im Vorstand gewusst hätte – niemals zur Verfügung gestanden. „Die weitere Mitarbeit als Vorstandsmitglied wurde durch beleidigenden Äußerungen des Sprechers, im Zusammenhang mit meinem MV Engagement, unmöglich gemacht. (So wurde ich von ihm als Parteischädling und Saboteur bezeichnet) Finanziell unabhängig, ist es für so manchen ambitionierten Hinterzimmerpolitiker nicht möglich, uns mit dem Versprechen von 450 € Jobs, oder einer Parteikarriere auf Linie zu bringen. Das führt bei den betreffenden dann zu Irritationen und zu Ergüssen, wie ich sie oben kommentiert habe.“

Der Ende Juni neu gewählte Vorstand des AfD Kreisverbandes Unna. (Foto: AfD Kreis Unna)

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen/Meldung von Kreissprecher Schild:

„Als Sprecher ist der Diplom-Politologe Michael Schild wieder für die strategische Ausrichtung und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Unterstützt wird er weiterhin vom Architekten Ulrich Lehmann (Kommunales) sowie erneut vom Journalisten Holger W. Sitter (Projekt ‚Schwerte zweistellig‘) als Stellvertreter. Auch die anderen Mitglieder des inneren Vorstandes, Schatzmeister Stephan Gorski und Schriftführer Gerd Sauer, sind schon erfahren in ihrer Aufgabe. Im Bereich der Beisitzer konnten erstmals zwei junge Studenten punkten, so dass auch die Schnittstelle zur ‚Jungen Alternative‘ stärker wurde. Insgesamt stehen dem Kreisvorstand nun fünf Beisitzer zur Seite.
Der ‚Mutbürger‘ Hans Otto Dinse aus Schwerte, stadtbekannt für seine 1-Mann-Demos mit selbstgemalten Plakaten, hatte nicht mehr für ein Amt kandidiert.
Der alte und neue Sprecher Michael Schild: ‚Unser Versprechen, die Altparteien – allen voran die SPD – in ihren sicher geglaubten leistungslosen Erbgründen mit Witz und Verstand anzugreifen, halten wir aufrecht! Sie haben allen Grund zu erzittern, nicht nur beim Hören unserer Nationalhymne.“
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