Ausschreitungen gegen Retter und Polizei im Seepark Lünen

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Rettungswagen. (Archivbild RBU)
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Pöbeleien und Gewalt gegen Retter Freitagabend im Seepark Lünen. Für acht junge Erwachsene endete eine Freiluftparty noch vor Mitternacht, sie verbrachten die Stunden bis zum Morgen im Gewahrsam der Polizei.

Diese beschreibt die Eskalation so:

Begonnen hatte alles damit, dass ein 23-jähriger Dortmunder sich dem Genuss alkoholischer Getränke offenbar zu freizügig hingegeben hatte. Rettungskräfte hatten den Einsatz erhalten, sich um den jungen Mann zu kümmern. Allerdings lehnte er seine Behandlung nicht nur mit Worten ab. Nach Schilderung der Sanitäter beleidigte er sie und attackierte sie körperlich. Daraufhin alarmierte die Rettungsleitstelle Unna die Polizei und bat um Unterstützung.

Als die Polizeibeamten gegen 22:40 Uhr eintrafen,  fixierten sie den aufgebrachten Mann am Boden und nahmen ihn in Gewahrsam.

Dies wiederum nahmen einige der rund 30-köpfigen Personengruppe zum Anlass, sich zu solidarisieren, lautstark die Beamten zu beleidigen, zu bedrohen, Widerstand zu leisten und zu versuchen, den Gefangenen zu befreien.

Die Polizeibeamten, die von Unterstützungskräften verstärkt wurden, setzten zielgerichtet gegen einzelne Personen Pfefferspray ein.

Letztendlich nahmen die Polizeibeamten 8 junge Leute in Gewahrsam.

  • Gegen den 23-Jährigen aus Dortmund laufen Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen.
  • Auch einen 21-Jährigen erwarten Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs und Beleidigung: Er hatte angedroht, einen Grill in Richtung der Beamten zu werfen und zwei der drei Grillbeine schon in den Händen gehabt.
  • Ein 22-Jähriger startete mehrfach den Versuch, den 23-Jährigen zu befreien, scheiterte allerdings zweimal weil er stürzte und letztendlich weil die Polizeibeamten ihn in Gewahrsam nahmen.
  • Für eine junge Dortmunderin, die die Stimmung weiter verbal anheizte, endete ihr 22. Geburtstag auch sehr unschön: Sie nächtigte im Polizeigewahrsam, nachdem sie mehrfach einen Platzverweis ignoriert hatte und den Anweisungen der Polizei nicht nachgekommen war.

Die Ermittlungen dauern an.

Nachfragen können wir ab Montagmorgen an die Pressestelle richten.

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