Angriffe auf Retter und Polizei im Lüner Seepark: Alkoholgetränkter Aggressionsausbruch

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Symbolbild Pixabay
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Eine alkoholträchtige Feier am Freitagabend (5. 7.) im Lüner Seepark eskalierte in wüsten Pöbeleien und Gewalt gegen Retter und Polizei: Wie wir schon am Wochenende berichteten, wurden 8 beteiligte junge Leute – Männer und auch Frauen um die Anfang 20 Jahre – vorübergehend ins Gewahrsam der Polizei gebracht.

Polizeisprecher Sven Schönberg nannte uns heute (8. 7.) auf Anfrage noch einmal nähere Hintergründe zu dem gewaltreichen Vorfall, der einen erheblichen Einsatz von Polizeikräften erforderlich machte.

Demnach verweilte eine Gruppe Heranwachsender am hochsommerwarmen Freitagabend im Seepark. Die meisten von ihnen waren Deutsche ohne Migrationshintergrund, macht Sven Schönberg deutlich; auch aufgrund vorverurteilender Vermutungen in Richtung einer „bestimmten Klientel“, die direkt auch auf der Facebookseite der Polizei geäußert wurden, ebenso auf der Rundblick-Facebookseite.

In diesem Fall war es nicht die, in Anführungszeiten, „übliche Klientel“. Diese größtenteils deutsche Gruppe, ein paar mit osteuropäischem Hintergrund darunter, hatten feiernd dem Alkohol zugesprochen, berichtet Sven Schönberg. Wenigstens einer, ein 23-jähriger Deutscher aus Dortmund, überreichlich.

„Er war, um es deutlich zu sagen, total betrunken“,  so Schönberg. Um es noch deutlicher zu sagen, der junge Mann war offenbar sternhagelvoll.

In diesem hilfllosen Zustand erregte der 23-Jährige die Sorge seiner Freunde. Sie riefen den Rettungsdienst.

Der RTW kam zügig herbeigefahren. „Zwei Sanitäter wollten dem 23-Jährigen helfen“, schildert der Polizeisprecher. Plötzlich gebärdete sich der Hilflose gar nicht mehr so hilflos: Er ging mit aggressiven Pöbeleien gegen die Sanitäter los.

„Er hat Beleidigungen benutzt, das war schon  enorm“, sagt Schönberg mit nachhaltig merkbarer Kritik.

Sodann habe der „hilflose“ junge Volltrunkene beschlossen, die Retter körperlich zu attackieren. 

„Man muss dazu sagen, dass seine Freunde versuchten, ihn zurückzuhalten“, erklärt Schönberg. Die Sanitäter ihrerseits hatten aber jetzt genug: Sie alarmierten die Rettungsleitstelle Unna, die wiederum die zuständige Polizeidirektion Dortmund informierte.

Diese rückte dann mit mehreren Einsatzwagen an, da sich am Ort des Geschehens bereits ein gewisses Publikum angesammelt hatte. Von allen Seiten des Seeparks herbeigeströmt und „zufällig  alle betrunken“ (Schönberg).

Und dann ging es aus der großen Gruppe mit Beleidigungen und körperlichen Angriffen auf die Polizeibeamten los. Ein Aggressor konnte gerade noch daran gehindert werden, einen Dreibeingrill mit voller Wucht auf einen Polizisten zu schleudern.

8 Beteiligte, alle Anfang 20, „auch Mädels“, wurden ins Gewahrsam gebracht und müssen sich auf entsprechende straftrechtliche Konsequenzen einstellen. Unterm Strich war es eine von Alkohol durchtränkte Aggressions-Eskalation, schließt Sven Schönberg.

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