Einsatz auf der Bahnhofstraße: Polizei Unna bestätigt Machete

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Beispielbild eines Mannes mit einer Machete. (Pixabay)
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Die Machete ist bestätigt – sie wurde aber zum Glück nicht in Aktion gebracht.

Nach dem Polizeieinsatz am Samstagmittag auf der Bahnhofstraße in Unna (wir berichteten am Samstag kurz) kamen aus Leserkreisen noch einige Nachfragen bzw. Beobachtungen von Augenzeugen: So schilderte ein Leser, der Mann – der von der Polizei aus einer Wohnung über dem Euro-Laden „befreit“ wurde – habe eine Machete bei sich gehabt.

Das bestätigte uns Polizeisprecher Thomas Röwekamp am heutigen Montag auf Anfrage. Er berichtete insgesamt noch etwas ausführlicher über den Einsatz gegenüber dem Rathausplatz, von dem es in ersten Gerüchten hieß, eine Geiselnahme sei der Grund.

Das stimmte nicht, bekräftigt Röwekamp die kurze erste Auskunft seines Kollegen von der Leitstelle am Samstag.

Gegen 12.00 Uhr habe die Polizei die Meldung bekommen, dass ein Einsatz an der Bahnhofstraße notwendig sei.  So sollte ein Mann mit einer Machete am Fenster einer Dachgeschosswohnung  gestanden und nach der Polizei verlangt haben.

„In der Wohnung befand sich ein Pärchen“, konkretisiert Röwekamp. „Sie hatten sich von einem Angehörigen auf ihren Wunsch hin dort einschließen lassen.“ 

Da die Gründe ins Private gehen, kann die Polizei darüber keine Auskunft geben. Jedenfalls tat der Bekannte, wie ihm geheißen war – und ging mit dem Schlüssel weg.

Ebenfalls aus spezifischen Gründen überlegte es sich der (auf eigenen Wunsch Eingesperrte) dann aber anders. „Er wollte mit der Machete die Tür öffnen, was ihn allerdings nicht gelang. Daher machte er auf sich aufmerksam“, berichtet Thomas Röwekamp.

Die Polizei, Einsatzkräfte aus Unna und einige aus Kamen, sperrten den Gebäudekomplex sicherheitshalber ab, da man nicht wissen konnte, wie die psychische Befindlichkeit des Eingeschlossenen war. Hätte er plötzlich bei einem Ausraster Mobiliar aus dem Dachgeschossfenster geworfen, wären Passanten in große Gefahr gebracht worden, daher die Vorsichtsmaßnahme, sagte uns schon am Samstag der Sprecher in der Unnaer Leitstelle.

„Die Kollegen hatte anschließend Kontakt mit den beiden Personen“, so Röwekamp weiter. Der Mann habe sich ruhig und verständig verhalten. Mittlerweile konnte die Polizei den Bekannten auftreiben, der den Schlüssel hatte. Die Wohnung wurde aufgeschlossen und erst mal die Sachlage geklärt. „Es konnten keine strafrechtlich relevanten Tatbestände festgestellt werden“, betont Röwekamp: „Es handelte sich hier nicht um eine Geiselnahme, es musste seitens der Kollegen keinerlei Gewalt oder Ähnliches angewandt werden.“

Die Machete stellten die Beamten allerdings „zur Gefahrenabwehr“ sicher.

Am Sonntag mussten sie allerdings noch zwei weitere Male zur Bahnhofstraße ausrücken: Gegen 12 Uhr mittags stritt das Pärchen heftig, „bei unserem Eintreffen hatte sich das dann schon erledigt“, so Thomas Röwekamp. Kurze Zeit später pöbelte der Mann aber auf der Bahnhofstraße Passanten an. Daraufhin wurde er von den Einsatzkräften erst mal ins  Gewahrsam genommen.

Zum Hintergrund der Befindlichkeit des Mannes deutet Röwekamp an, dass Drogen im Spiel waren. Zur Nationalität des Paares: Die Frau ist Deutsche, der Mann Iraker.

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1 KOMMENTAR

  1. […] #Unna: Dass Iraker und Deutsche sich auf eigenen Wunsch in Wohnung einsperren lassen, der Iraker dann doch raus und vergebens mit #Machete die Tür öffnen will, macht größeren Polizeieinsatz nötig, 1 Tag später bepöbelt er Passanten, kommt in Gewahrsam https://www.rundblick-unna.de/2019/07/08/einsatz-auf-der-bahnhofstrasse-polizei-unna-bestaetigt-mach… […]