Trotz 14 Mio.-Defizit: Zukunft des Airports gesichert – 21 % mehr Passagiere als im 1. Halbjahr 2018

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Flugzeug am blauen Himmel über Unna. (Archivbild RB)
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Das Minus beträgt aktuell 14 Millionen Euro – doch die EU hat ins Sanierungskonzept des Dortmunder Flughafens eingewilligt.

Damit ist die Zukunft des Airports, der just ein neues Rekordergebnis von Passagieren meldet, erst einmal gesichert.

Diese Entscheidung vom Freitag lässt die Flughafenbefürworter jubeln und die Gegner – etwa die Fluglärmbetroffenen in der Einflugschneise von Massen bis Königsborn – ernüchtert auf die mögliche weitere Expansionen blicken. Noch im Februar hatte der Unnaer SPD-Ratsherr Ralph Bürger vergeblich mit einer Eingabe gegen die Regionalplanung erreichen wollen, dass der Airport nur als lokal bedeutsam, nicht aber regional von Wichtigkeit eingestuft werde. (HIER der Bericht).

Wie auf Rundblick berichtet, hatte die EU schon vor 5 Jahren ein Sanierungskonzept von der Flughafen-Geschäftsführung gefordert. Diesem Konzept stimmte sie am 5. Juli zu, sah die Finanzen des Airports trotz der Verluste  in Ordnung.

Denn die Tilgung von Krediten für den Bau des Flughafens oder hoheitliche Kosten wie die für die Flugsicherung werden von Brüssel nicht ins Minus mit eingerechnet, erklärt der WDR die Kalkulation, bei der unterm Strich deshalb nur noch 1,9 Mio. Miese. Aus dieser Verlustzone muss der Airport bis 2024, also in fünf Jahren, herausgeflogen sein.

Der Airport legte zugleich am Freitag ein neues Rekordergebnis vor:

Im ersten Halbjahr 2019 nutzten 1,26 Mio. Passagiere den Flughafen – das waren so viele wie nie zuvor in diesem Zeitraum.  Gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2008 konnte die Zahl der Fluggäste um acht Prozent gesteigert werden, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 21 Prozent.

„Das Passagierwachstum ist ein Beleg dafür, dass wir den Mobilitätsansprüchen der Region gerecht werden. Durch die Erweiterung des Flugangebotes erfreut sich der Dortmunder Flughafen bei Geschäftsreisenden, Urlaubern, Kulturinteressierten und Reisenden, die ihre Familien im Ausland besuchen wollen, immer größerer Beliebtheit“, resümiert Flughafen-Chef Udo Mager. „Das Wachstum bestätigt die für das Jahr 2019 formulierte Erwartung, insgesamt mehr als 2,5 Millionen Passagiere am Dortmund Airport begrüßen zu dürfen.“

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4 KOMMENTARE

  1. Solange der Steuerzahler die Verluste übernimmt, ist doch alles in bester Ordnung. Dabei spielt es doch überhaupt keine Rolle, ob mit irgendwelchen Taschenspielertricks das Defizit schön gerechnet wird.
    Wenn es hier nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit gehen würde, wäre der Flughafen schon lange dicht!

  2. Da ist sie wieder die Scheinheiligkeit unserer Politiker. Statt diese ökologische Katastrophe einzudämmen und durch drastische Maßnahmen zu verringern Förderung des Flugverkehrs durch Subventionen wohin man nur schaut. Angefangen von dem Shuttleservice, öffentlich geförderter und subventionierter Individualverkehr für die Flughafen Nutzer und Alibihalber jetzt durchs Industriegebiet gefahren damit es den Anschein eines öffentlichen Nahverkehrs hat. Erlaubnis der EU für den Flughafen wettbewerbsverzerrende Subventionen zu erhalten und den Laden, der in der Privatwirtschaft keinen Bestand hätte, am Laufen zu halten bis hin zur fehlenden Besteuerung des Flugbezins die es erlaubt Inlandsflüge und europäischen Kurzstrecken zu einem lachhaft niedrigen Preis anzubieten. Ein Busticket von einem Unna er Vorort in die Innenstadt oder nach Soest liegt darüber. Insofern Politiker, spart euch dieses geheuchelte Interesse irgend etwas zu ändern. Macht die Politik nur noch unglaubwürdiger sofern das überhaupt noch möglich sein sollte. Sorgt lieber dafür dass schnell die CO2 Steuer eingeführt wird damit die, die auf Mobilität angewiesen sind damit sie ihren Arbeitsplatz erreichen und der Staat seine Steuereinnahmen erhält wissen wofür sie morgens aufstehen und zur Arbeit gehen. Zumindestens das könnt ihr erwiesenermaßen.