Brutaler Tritt mit Stachelnietenschuh: Polizist kurz bewusstlos und schwer verletzt

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Rettungswagen. (Archivbild RBU)
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Üble Attacke in der Dortmunder Nordstadt. Bei der Festnahme eines mutmaßlichen Drogendealers wurde ein Polizeibeamter durch einen Tritt mit einem Stachelnieten-Schuh schwer verletzt.

Gegen 16.20 Uhr beobachteten zwei Zivilpolizisten gestern (9.7.) an der Westerbleichstraße / Ecke Baumstraße ein offensichtliches Drogengeschäft. Anschließend wollten sie einen 18-Jährigen festnehmen.

„Sie gaben sich laut und deutlich als Polizeibeamte zu erkennen“, schreibt die Polizeipressestelle. „Weil der Dealer einer Festnahme entgehen wollte, wurde er überwältigt und sollte am Boden liegend gefesselt werden.“

Daraufhin rannte ein unbeteiligter weiterer Mann, der iin unmittelbarer Nähe des vorausgegangenen Drogendeals gestanden hatte, auf den einenZivilpolizisten zu – und trat ihm  mit voller Wucht ins Gesicht.

Am Fuß trug er einen Schuh mit einer Vielzahl spitz zulaufender Nieten. Der schwer verletzte Polizeibeamte verlor kurzzeitig das Bewusstsein.

Trotz heftiger Gegenwehr brachte ein weiterer Zivilbeamter den Angreifer im Anschluss zu Boden, gab sich wiederholt lautstark als Polizist zu erkennen. Laut Zeugen wurde der Mann von einer weiteren Person mehrfach darauf hingewiesen, dass er es mit der Polizei zu tun habe.

Schließlich konnte der Beamte dem Gewalttäter Handschellen angelegen.

Der Mann, ein 26-jähriger Deutsch-Mexikaner, sagte uns Polizeisprecher Wortmann auf Nachfrage, wurde vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam eingeliefert.

Da trotz der brutalen Attacke aus Sicht der Staatswaltschaft keine Haftgründe vorlagen, wurde er nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Die Dortmunder Polizei ermittelt wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung.

Der Polizeibeamte wurde bei dem Angriff mit dem Schuh so schwer verletzt, dass er zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert worden ist. Er ist bis auf weiteres dienstunfähig.

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