14-Jähriger an U-Bahn-Haltestelle angegriffen

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Symbolbild / Quelle Archiv Rundblick
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Übler Vorfall am Mittwochabend (10. Juli) in einer Dortmunder U-Bahn-Haltestelle. Die Tatverdächtigen: zwei Jugendliche. Ihr Opfer: ein 14-jähriger Dortmunder.

Dieser wurde am Haltepunkt „Clarenberg“ angegriffen, im viel befahrenen Gleisbett festgehalten und vor den Kopf getreten.

Die jungen Täter warfen demnach zunächst den Ball des Jungen in ein Gleisbett und hinderten ihn anschließend, dieses wieder zu verlassen, berichtet Polizeisprecher Sven Schönberg.

Mittlerweile konnten die Ermittler die Aufnahmen einer Überwachungskamera eingesehen werden.

„Das Bildmaterial ist ernüchternd: Demnach hielt sich der Junge gegen 20 Uhr auf dem unterirdischen Bahnsteig der Hörder U-Bahn-Station auf, als die zwei Tatverdächtigen auf ihn zukamen. Sie schnippten den Fußball aus der Hand des 14-Jährigen und warfen ihn in das Gleisbett“,

schildert Schönberg.

Der Junge drehte sich sofort um und kletterte hinterher. Hier sammelte er den Ball wieder ein – allerdings hinderten ihn beide Angreifer  daran, anschließend das Gleisbett zu verlassen. „Zu allem Überfluss trat einer der Jugendlichen den 14-Jährigen noch in Richtung des Kopfes – und traf diesen!“, so der Polizeisprecher merklich fassungslos.

Es dauerte über eine Minute, bis der Junge sich endlich aus dem Gleisbett befreien und auf den rettenden Bahnsteig klettern konnte. Offenbar voller Wut wollte er die beiden Angreifer zur Rede stellen.

Während es zu einer erneuten Auseinandersetzung kam, schmiss einer der beiden Jugendlichen den Ball zurück ins Gleisbett. Den Turnbeutel des Jungen warf er direkt hinterher. Kurz darauf fuhr die U-Bahn in den Bahnhof ein.

Der völlig aufgelöste und vermutlich unter Schock stehende 14-Jährige wurde von Mitarbeitern der Stadtwerke angesprochen. Sie alarmierten umgehend Rettungskräfte. Die Angreifer verschwanden. 

Die Ermittlungen der Polizei laufen derzeit auf Hochtouren. Eine persönliche Beziehung zwischen den Angreifern und dem 14-Jährigen ist sehr wahrscheinlich. Diesen Hinweisen geht die Polizei aktuell nach. Und deshalb,  erklärte uns Polizeisprecher Gunnar Wortmann auf Nachfrage,  gibt es momentan auch keine Täterbeschreibung.

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