Brutale Vergewaltigung in Oberaden: Polizei warnt vor Selbstjustiz – Angebliches Bild vom Täter kursiert!

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Symbolfoto / Quelle Orginalbild: Pixabay
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  • AKTUELL AM ABEND noch einmal EXTRA VON DER POLIZEI GEMELDET:

Unbekannte haben heute in den sozialen Netzwerken –  hauptsächlich auf Facebook und in WhatsApp Gruppen – ein Bild des angeblichen Täters veröffentlicht. ES HÄNGT SOGAR IN KITAS AUS.

ES HANDELT SICH NICHT UM EINEN TATVERDÄCHTIGEN! Gegen diesen Mann wird NICHT ERMITTELT!

Durch das Einstellen des Fotos werden zum einen die Persönlichkeitsrechte der Person verletzt, zum anderen könnten hier strafrechtliche Normen erfüllt sein und ein Unschuldiger zu Unrecht verfolgt werden. Durch das Veröffentlichen des Bildes wird nicht nur Panik geschürt, sondern auch die Ermittlungen der Polizei erschwert. Die Polizei bittet noch einmal eindringlich, dass Bild nicht mehr zu verbreiten, sondern aus den sozialen Netzwerken zu löschen.

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Der Gewaltverbrecher, der am Samstagabend in Oberaden ein 15-jähriges Mädchen brutal misshandelte und vergewaltigte, ist bisher noch nicht gefasst. Er verging sich gegen 22.30 Uhr in der Nähe des Bahnübergangs an der Rothebachstraße an der Jugendlichen, nachdem sie sich geweigert hatte, wie von dem Fremden verlangt ihre Hose ausziehen.

Die Schülerin war auf dem Weg nach Hause. Schwer von Schlägen einer Pistole verletzt fanden eine junge Mutter und ihr Vater das Mädchen, blutüberströmt und völlig schockiert. Nach den ersten Aussagen, die die 15-Jährige gegenüber den Zeugen machte, gab die Kreispolizei Unna am Sonntagnachmittag eine erste Pressemitteilung mit einer kurzen Beschreibung des Täters heraus.

Bei der KBU Unna wurde für die Aufklärung dieses schweren Verbrechens eine Ermittlungskommission eingerichtet. „Wir fahnden intensiv nach dem Täter“, betonte Polizeisprecher Thomas Röwekamp am Mittag auf Nachfrage unserer Redaktion. „Uns liegt sehr viel daran, dass wir ihn möglichst schnell finden.“

Die misshandelte 15-Jährige, die mit schweren Verletzungen (und nach aller Wahrscheinlichkeit auch schwer traumatisiert) im Krankenhaus versorgt wird, konnte bisher noch nicht vernommen werden, sagte Röwekamp. „Wir hoffen, dass dass im Verlauf dieses Tages geschehen kann.“  Unter anderem von dem Ergebnis dieser Vernehmung wird abhängen, ob die Polizei beim Landeskriminalamt (LKA) ein Phantombild von dem Täter erstellen lassen kann.

Thomas Röwekamp. Leiter der Polizeipressestelle KPB Unna. (Foto KPB UN)

Bisher sei das nicht geschehen, macht Thomas Röwekamp deutlich: Denn mutmaßlich kursiert bereits ein angebliches Täterbild in den sozialen Medien, das aber nicht die Polizei im Umlauf gesetzt hat.

Röwekamp warnt bei diesem Anlass dringend vor Selbstjustiz oder zum Aufruf derselben, ebenso vor der Verbreitung privater Fotos, die mutmaßliche potenzielle Täterverstecke oder gar mutmaßlich den Täter zeigen: Die Gefahr sei immens, dass plötzlich ein Unschuldiger in Verdacht gerate, und allzu leicht könne eine private „Jagd“ nach dem Vergewaltiger aus dem Ruder laufen, sich verselbstständigen und in eine unkontrollierte Hetzjagd ausarten.

„Lassen Sie uns bitte unsere Arbeit tun“, bittet der Polizeisprecher daher für seine Kollegen. „Wir tun unser Möglichstes.“

Sachdienliche Hinweise werden weiterhin erbeten an die Polizeiwache Kamen, 02307 921-0, oder an die Wache Unna, 02303 921-0.

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