Massenprügelei mit Molotowcocktails: Bilanz der „strategischen Fahndung“

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Streifenwagen der Polizei / Archivbild Rundblick Unna.
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Molotowcocktails und gefährliche Schlag- und Stichwaffen wurden  eingesetzt, darunter auch ein Morgenstern und eine Machete.

Die Dortmunder Polizei hat die wochenlange  strategische Fahndung in der Nordstadt beendet. Anlass  war massive Gewalt zwischen zwei größeren Personengruppen am Pfingstmontag auf der Schleswiger Straße (Rundblick berichtete).

Im Fokus der Ermittlungskommission „Schleswig“ stehen derzeit neun Tatverdächtige.

Die Polizei hat mehrere Tatwaffen und Mobiltelefone sichergestellt. An der Auswertung der Spuren ist auch das Landeskriminalamt beteiligt. Die Ermittlungen laufen noch.

Zum gegenwärtigen Stand geht die Polizei davon aus, dass ein Streit im Drogenmilieu Ursache für die Schlägerei war. Voran ging ein Streit am 9.6.2019 um 22.26 Uhr am Schleswiger Platz. Dabei hatten drei Syrer auf einen Rumänen eingetreten und -geschlagen.

Einen Tag später, am Nachmittag des Pfingstmontag, wurde die Auseinandersetzung in größerer Personenzahl und stärkerer Bewaffnung fortgesetzt. Durch schnelles Einschreiten konnte die Polizei Schlimmeres verhindern.

Kurz nach den Ereignissen rund um den Schleswiger Platz ordnete Polizeipräsident Gregor Lange die strategische Fahndung an. Sie ist ein seit Anfang 2019 im NRW-Polizeigesetz verankertes Instrument, um Straftaten von erheblicher Bedeutung verhüten zu können.

Die Polizei darf dabei ohne konkreten Verdacht Personen und Fahrzeuge anhalten und mitgeführte Gegenstände in Augenschein nehmen. Ein Auszug aus den Ergebnissen dieses auf vier Wochen begrenzten Sondereinsatzes: -1723 überprüfte Personen und 506 Kontrollorte

- 21 Haftbefehle
- 187 Strafanzeigen
- 98 Ordnungswidrigkeitenanzeigen
- 128 Verkehrsdelikte

 

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1 KOMMENTAR

  1. 1723 überprüfte Personen und 506 Kontrollorte. Ist ja der Wahnsinn. Hat sicher zu unzähligen Überstunden, liegengebliebener Arbeit die jetzt aufgearbeitet werden muss und unmäßigem Frust geführt. Denn was werden die Konsequenzen sein. 21 Haftbefehle die sicher nicht in den Knast geführt haben da die Haftgründe natürlich fehlten, 187 Strafanzeigen die nicht vor Gericht landen weil die überlastet sind und nur ein geringer Bruchteil verfolgt wird. 98 Ordnungswidrigkeit über die sich die Leute schief lachen. Einzig die 128 Verkehrsdelikte werden zu Konsequenzen führen denn das ist die einzige Behörde die ihrer Aufgabe noch nachkommt da sie den Kommunen Geld bringt. Aber auch hier werden sie die Leute über die Höhe eher amüsieren. Trotzdem Danke an die Polizei dass sie unermüdlich die schwachsinnige Politik von Jahrzehnten versucht zu korrigieren. Aber sie sollten sich beeilen denn die nächste Politiker Generation steht in den Startlöchern bzw. ist mit der Landesregierung Berlin schon da.