Zwei rollende Schrotthaufen aus Verkehr gezogen

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Symbolschrott, Quelle Pixabay
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Gleich zwei rollende Schrotthaufen hat – wieder mal – die Märkische Polizei aus dem Verkehr gezogen.

Auf der L692 (Zubringer zur Autobahnauffahrt Lüdenscheid-Nord) fiel den Beamten ein in Ennepetal zugelassener VW-Lieferwagen ins Auge, der offensichtlich als „Altmetallsammler“ unterwegs war.

Dem äußeren Anschein nach war der Kleintransporter in gutem Zustand. Ein Blick unter das Fahrzeug brachte jedoch Ernüchterung: Die Handbremse war ohne Funktion, die Lenkung derart defekt, dass ein Durchfahren einer Kurve nur mit hoher körperlicher Anstrengung möglich war. Ein plötzliches Ausweichmanöver wäre dem Fahrer nicht mehr möglich gewesen. Kein Wunder, dass der Sachverständige nach erfolgter Untersuchung sofort anordnete: Stilllegung.

Und um 17.20 Uhr wurde dann unweit ein polnischer Abschleppwagen mit aufgeladenem Schrott-PKW kontrolliert – dessen Zustand spottete nun wirklich jedweder Beschreibung:

Das Fahrzeug bestand praktisch nur noch aus Rost – zur Tarnung mit frischer Farbe überpinselt. Der Sachverständige staunte, dass das Fahrzeug noch nicht in seine Einzelteile zerfallen war, denn nicht ein einziges Blechteil war ohne Durchrostung. Akut verkehrsgefährdend war eine gebrochene Verbindung zwischen dem Abschleppplateau und dem LKW-Rahmen. Dieses hielt lediglich noch an vier dünnen Schrauben und drohte auf die Fahrbahn zu kippen. Der Zustand des Abschleppwagens war insgesamt eine derartige Katastrophe,  dass nach erfolgter Stilllegung ein anderer Abschleppwagen die Rostlaube auflud und direkt zum Schrottplatz brachte.

In beiden Fällen wurden die Kennzeichen und die Fahrzeugscheine sichergestellt und die Fahrer erwartet ein Bußgeld in Höhe von 210 EUR. Die jeweiligen Halter werden mit 300 EUR zur Kasse gebeten.

 

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