Wald oder Wohnungen? Bürger wollen Park in Lünen-Horstmar retten

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Ein klassisch zu erwartender Zielkonflikt hat direkt mit dem Ausrufen des Klumanotstandes bereits die Stadt Lünen erreicht: Will man Wald oder Wohnungen?

Im Stadtteil Horstmar wollen Bürger den sogenannten Kleinbecker Park retten,  konkret ca 100 teils alte Bäume.

Die Wohnungsbaugesellschaft Lünen (WBG) möchte auf einem Bereich des  Parks an der Preußenstraße in 33 Wohneinheiten errichten. „Erhaltenswerte Bäume“  sollen  bleiben, doch ein Großteil ist laut  Stadt schon alt und möglicherweise nicht mehr standfest.

Am 23. Juli hat sich ein Bündnis „Rettet den Kleinbecker Park“ gegründet,  dem die GFL-Ratsfraktion angehört. Nun veröffentlicht das Bündnis den folgenden Aufruf zur Bildung einer Menschenkette – hier der Wortlaut:

„Auf einen erfolgreichen Start blickt das neue Bündnis „Rettet den Kleinbecker Park“ zurück. Binnen einer Woche sammelten die Aktiven bereits rund 700 Unterschriften für den Erhalt der 100 Bäume im Herzen Horstmars.

Den nächsten Höhepunkt nach seiner Gründung am 23. Juli setzt das Bündnis am Samstag, 24. August.

Für diesen Tag rufen die Aktiven alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Menschenkette rund um den Kleinbecker Park auf. Die symbolische und friedliche Aktion zum Schutz des Wäldchens soll um 11 Uhr stattfinden.

Für diese Aktion werden aktuell Plakate entworfen und Flyer gedruckt. Das Bündnis hofft auf eine rege Teilnahme und Unterstützung dieser symbolischen Rettungsaktion.

Weiterhin wird das Bündnis in der nächsten Woche einen  öffentlichen Appell an alle wichtigen Akteure, die im Zusammenhang mit der Zukunft des Kleinbecker Parks stehen, senden. Dazu gehören die Ratsfraktionen und alle Ratsmitglieder, die Stadtspitze, der Grundstückseigentümer und der mögliche Investor.

Der Appell zielt darauf ab, die Beteiligten mit guten Argumenten für den Erhalt des Kleinbecker Parks zu gewinnen und zusätzliche Wohnbebauung an anderen geeigneten Stellen in Lünen zu errichten.

Ein gutes Beispiel in unmittelbarer Nähe ist das geplante Wohnquartier Preußenstraße (altes Coers-Gelände) mit rund 70 Wohneinheiten.

Weiterhin fragt das Bündnis in Kürze Gesprächstermine bei allen Ratsfraktionen, beim Bürgermeister und Technischen Beigeordneten sowie bei allen Bürgermeister-Kandidaten an – mit dem Ziel, die guten Argumente für den Erhalt des Kleinbecker Parks auch im persönlichen Gespräch vorzutragen.

Das neue Bündnis hat sich inzwischen auch organisatorisch breiter aufgestellt – und zwar mit einem elfköpfigen Lenkungskreis, der als erste Stabsstelle das Hauptarbeitsgremium bildet.

Diesem gehören an: Friedrich Angerstein (Arbeitskreis für Umwelt und Heimat), Dr. Johannes Hofnagel (Vorsitzender der GFL-Ratsfraktion), Maurice Hansmeyer (Vorsitzender der Grünen Jugend Lünen), Pascal Rohrbach (FDP-Stadtverbandsvorsitzender), Gabi zum Buttel (Vorsitzende der Ratsfraktion Piraten / Freie Wähler), Sascha Gottwald, Ulrich Pietsch, Edith Freiberg, Sabine Rodorff, Andreas Dahlke, und ein Mitglied der Bewegung Fridays-For-Future-Lünen. Aus diesem Lenkungskreis wurde ein Sprecherteam gebildet. Dieses besteht aus Friedrich Angerstein, Dr. Johannes Hofnagel und Maurice Hansmeyer.

Unterschriften werden in den nächsten Wochen für den Bürgerantrag zum Erhalt des Parks an mehreren Stellen gesammelt. U.a. ist das Team „Rettet den Kleinbecker Park“ jeweils am Samstag, 3. und 10. August (10.30 bis 13 Uhr), vor der Eisdiele am Kreisverkehr Baukelweg/Preußenstraße/ Schlegelstraße vor Ort. Auch für Gespräche stehen wir dann gerne zur Verfügung.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vereine und Institutionen die Fragen oder Anregungen zur Rettungsaktion haben, könne sich gerne auch direkt bei Johannes Hofnagel melden (Tel. 02306 13862 oder email hofnagel@gfl-luenen.de).

Lünen, 30. Juli 2019
Friedrich Angerstein,
Johannes Hofnagel,
Maurice Hansmeyer“

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