Rücktritt des kirchenkritischen Fröndenberger Pfarrers: Katholische Frauen rufen zum Protest auf

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Die St. Marienkirche in Fröndenberg war einige Jahre die kirchliche Heimat von Pfarrer Norbert Wohlgemuth. (Foto RB)
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Die Gemeinde blühte regelrecht auf – nun soll schlagartig alles wieder vorbei mit dem hoffnungsvollen Aufbruch?

Das bringt die katholische Frauengemeinschaft (kfd) St. Marien Fröndenberg sehr auf. Am kommenden Sonntag, 11. August, wollen die Frauen  vor dem 10-Uhr-Gottesdienst vor der St. Marien-Kirche protestieren.

Dagegen, dass der beliebte, weltoffene und reformbeflissene Pfarrer Norbert Wohlgemuth aufgegeben hat – sein Priesteramt aufgegeben und Fröndenberg verlassen hat.

Die Kirche entferne sich immer mehr von der Lebenswirklichkeit der Gläubigen, argumentieren die Frauen in ihrer Presseankündigung. Die Priester an der Basis rieben sich für ihre Gemeinden auf und erhielten keinerlei Unterstützung von der Obrigkeit. „Und wir verlieren schon wieder einen Priester, der für uns ein guter Seelsorger und guter priesterlicher Freund wurde.“ Das Aufblühen der Gemeinde, endlich wieder volle Kirchenbänke, so viele Messdienerinnen und Messdiener wie lange nicht – das alles sei das Verdienst dieses Priesters.

Norbert Wohlgemuth hatte sich in offensiven Predigten unter anderem für den Zugang von Frauen zu kirchlichen Weiheämtern stark gemacht und Vorschriften wie den Zölibat als „mittelalterlich“ kritisiert. Eine Auszeit, die Paderborn ihm zugesagt hatte, wurde ihm aus formalen Gründen kurzfristig ausgeschlagen, so dass er Ende Juli schwersten Herzens sein Priesteramt aufgab.

„Die katholische Kirche“, warnen die kfd-Frauen, „verliert ihre Glaubwürdigkeit.“

  • Die Katholikinnen von St. Marien hoffen daher auf umfassende Unterstützung für ihre Protestaktion: Sonntag, 11. August, 9,30 Uhr, Kirchplatz St. Marien auf dem Sodenkamp.
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