Bundesverdienstkreuz für Fröndenbergs Ex-Dorfsheriff Theo Beiske

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"Ein Mann. Viele Worte. Ein Ziel." Theo Beiske beim unermüdlichen Spendensammeln, hier beim Frühlingsmarkt in Fröndenberg. (Foto RB)
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Ehre, wem sie gebührt!

Der wohl bekannteste Expolizist des Kreises Unna und unermüdliche Kämpfer für krebskranke Kinder, Theo Beiske, hat am Donnerstagvormittag (8. August) das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen.

Landrat Michael Makiolla zeichnete seinen pensionierten Polizeibeamten aus Fröndenberg, der auch im Ruhestand weiterhin bekannt ist als „Fröndenberger Dorfsheriff“, am Vormittag auf Gut Opherdicke mit dem hohen Orden aus.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen. Theo Beiske, der auch als begeisterter Radsportler bekannt ist,  erhält ihn unter anderem wegen seines unermüdlichen Einsatzes für krebskranke Kinder:

Dazu hat er eine eigene Website „Theo hilft“ eingerichtet, auf der er sein Projekt wie folgt vorstellt und begründet:

„Ich unterstütze mit Herzblut und vollem Engagement die Isabell-Zachert-Stiftung (IZS). Die IZS ist eine Treuhandstiftung der Deutschen Kinderkrebsstiftung.

Wie kam ich dazu?

Als (ehemaliger) Polizist und begeisterter Radfahrer nahm ich 2013 erstmals an der jährlich stattfindenden Radtour der Internationale Police Association (IPA) teil.

Die IPA sammelt auf ihren Radtouren seit langem Geld für wohltätige Zwecke, seit 2010 zu Gunsten der Isabell-Zachert-Stiftung (IZS). Die IZS ist eine private und nicht selbständige Treuhandstiftung unter dem Dach der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Sie wurde 1995 von Christel Zachert nach dem Krebstod ihrer Tochter Isabell gegründet. Seit 2003 unterstützt die IZS eine ganz besondere Einrichtung für krebskranke Kinder in Heidelberg — das sogenannte „Waldpiraten-Camp“ (dazu unten mehr).

Auf dieser Radtour lernte ich die Eltern von Isabell, Christel und Hans-Ludwig Zachert, persönlich kennen und war von ihrer Geschichte und Idee begeistert.

Was ist das Waldpiraten-Camp?

Das Waldpiraten-Camp ist ein Ort, an dem krebskranke Kinder und Jugendliche im Alter von 8 – 16 Jahren Mut, Kraft und Zuversicht für die Rückkehr in das „gesunde“ Leben tanken können.

Das Waldpiraten-Camp ist das erste und einzige Freizeitcamp für krebskranke Kinder in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum. Vorbild sind Freizeitcamps in den USA und in Irland.

Meine Motivation

Mit zwei gesunden Töchtern und drei Enkeltöchtern war für mich sofort klar: Da muss ich WAS tun — und das dauerhaft. Und wenn ich was tue, dann mache ich es richtig!

Mein Ziel ist es, meine Mitmenschen auf die IZS sowie das einmalige Waldpiratencamp aufmerksam zu machen und dieses großartige Projekt zu unterstützen. Ich bin froh und dankbar, dass ich mit meinem Herzblut, meiner Redseligkeit und meinen Ideen bislang viele Menschen zum Spenden habe „bewegen“ können — und hoffe, der ein oder andere schließt sich noch an.

Meine gesammelten Spenden habe ich bislang jedes Jahr persönlich in Form eines großen Schecks an Christel Zachert persönlich übergeben, zum Teil sogar direkt im Waldpiraten-Camp in Heidelberg. Die Freude in den Augen der Kinder und Frau Zachert zu sehen, hat mich bestärkt, weiter für dieses einzigartige Camp zu sammeln.“

 

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