Die Stadt Unna und ihre Brunnen: Es ist kompliziert

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Weiter auf dem Trockenen: Der Brunnen auf dem Unnaer Rathausplatz. (Foto RB)
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Aktueller Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

Ausgerechnet in der heißesten Zeit des Jahres (die in diesem Jahr bisher übersichtlich war, in diesem Zusammenhang zum Glück) saß die Innenstadt buchstäblich auf dem Trockenen.

Sowohl der Brunnen am Rathaus wie auch der Brunnen am Seniorentreff Fässchen, Hertinger Straße, starrten knochentrocken in der gleißenden Sonne vor sich hin; am Wasserspiel vor dem Kirchplatz sprudelt schon seit langem kein Tropfen Wasser mehr, und hieran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern.

Denn die tropfensprühenden Fontänen vor der eingerüsteten sturmgeschädigten Stadtkirche werden erst nach der erfolgten Sanierung des Kirchturms wieder in Gang gesetzt. Und das kann möglicherweise noch zwei Jahre dauern.

Ein Anblick, der schon längere Zeit vorbei ist: Sprudelnde Wasserfontänen auf dem evangelischen Kirchplatz. (Foto RB)

 

Bei den anderen beiden Brunnen bestand das Problem in defekten Pumpten. Ersatz sei bestellt, sagte uns Stadtsprecher Christoph Ueberfeld am 27. Juni auf Anfrage, das kühle Nass werde „zeitnah“ wieder sprudeln.

„Zeitnah“ entpuppte sich als relativ. An den glutheißen Tagen im Juli sprudelte weiterhin nichts. Jetzt, endlich, erhebt sich wieder zögerlich „Wasser Marsch“: Der Brunnen am Fässchen läuft wieder seit dieser Woche, bestätigte uns gestern Stadtsprecher Oliver Böer. Das Wasserspiel am Ring (viele wissen gar nicht, dass es dort ein Wasserspiel gibt) „müsste nächste Woche wieder in Gang gesetzt werden können“, stellt Böer in Aussicht.

Komplizierter gestaltet sich die Sachlage allerdings beim Rathausbrunnen: „Auftrag ist erteilt, aber die erforderliche Pumpe gibt es nicht mehr“, schilderte uns Oliver Böer gestern das Problem.

„Aktuell wird mit der Fachfirma geprüft, ob wir einen Nachbau der Pumpe veranlassen oder das gesamte Pumpensystem austauschen. Es wird wohl noch etwas dauern. Aber die Kollegeninnen und Kollegen sind dran.“

Der Sommer 2019 dürfte bis dahin vermutlich ins Land gezogen sein. Aber es folgen ja noch viele andere (vermutlich warme) Sommer.

Ausgetrocknetes Steinmonument mit akuten Ersatzteilproblemen. (Foto RB)
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