Töddinghauser Str.: „Ohne Sanierungskonzept keine Rückkehr!“

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Eins der beiden Wohnhäuser an der Töddinghauser Straße. (Foto RB)
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„Betreff: Töddinghauser Straße 135 / 137:
Kehrtwende der Eigentümerseite gegen alle Absprachen mit den Behörden“

So deutlich ist eine Pressemitteilung vom Freitagmorgen (9.8.) aus dem Bergkamener Rathaus überschrieben:

„Der Erste Beigeordnete der Stadt Bergkamen, Dr.- Ing. Hans-Joachim Peters, bezieht klare Position zu den Abläufen der letzten Wochen rund um die geräumten Häuser Töddinghauser Straße 135 – 137“,

lautet die Einleitung.

Als Moderator des mehrstündigen Gesprächs Mitte Juli zwischen den zuständigen Behörden und der Eigentümerseite könne Peters „die falsche Sachdarstellung von einzelnen Gesprächsteilnehmern auf der Eigentümerseite nicht unkommentiert lassen“.

Er schreibt zur ultimativen Aufforderung der Eigentümer, ihre die Häuser bis zum 14. August wieder freizugeben, Folgendes:

„Am 15. Juli 2019 herrschte Einigkeit, dass der von den Eigentümern beauftragte Brandschutzberater schnellstmöglich das notwendige Sanierungskonzept bei den Behörden einreicht.

Ein „erster Entwurf“ – so die Umschreibung des Beraters selbst – lag den Behörden am frühen Morgen des 18. Juli 2019 vor.

Noch am selben Tag (also nur wenige Stunden später) wurden an den Berater die Stellungnahmen der örtlichen Bauaufsicht als auch der Brandschutzdienststelle des Kreises Unna zugestellt.

Diese Stellungnahmen zeigten leider auf, dass der erste Entwurf nicht alle Mängelpunkte, die im Gespräch am 15. Juli angesprochen worden waren, abgearbeitet hatte.

Bis heute warten die Behörden vergeblich auf ein entsprechend vollständiges Sanierungskonzept und den formellen Antrag auf Genehmigung. Auch das Angebot der Stadt, sich vor Ort zu treffen, wurde vom Berater nicht wahrgenommen.

Die bereits vor Ort durchgeführten Maßnahmen erfolgten somit ohne jegliche inhaltliche Abstimmung mit den Behörden.

Da kein Antrag auf abschließende Bauzustandsbesichtigung existiert, konnte selbstverständlich auch keine Schlussabnahme erfolgen.

Der ursprünglich für den 05. August 2019 ins Auge gefasste Termin hätte selbstverständlich nur dann stattfinden können, wenn die Eigentümerseite bis zum 19. Juli ein genehmigungsfähiges Sanierungskonzept vorgelegt hätte.

Hausverwaltung und Brandschutzberater wurden vor dem 05. August entsprechend informiert, dass vor diesem Hintergrund dieser Abnahmetermin 05. August durch Eigenverschulden nicht eingehalten werden kann.

Mit dem jetzt vorgelegten Antrag auf Aufhebung der ursprünglichen Ordnungs- und Duldungsverfügung vom 15.05.2019 beschreiten Berater und Eigentümer einen Weg, der mit allen getroffenen Zielvereinbarungen vom 15.07.2019 bricht.

„Ich persönlich bedaure diese Entwicklung sehr“, so der Erste Beigeordnete.

Die Stadt werde nach rechtsstaatlichen Grundsätzen gemeinsam mit dem Kreis Unna diesen Antrag bewerten und entscheiden.

Ob durch die neue Entwicklung eine schnellere Rückkehr der betroffenen Wohnungsinhaber möglich sei, wird von der Behördenseite eher bezweifelt“, schließt Dr. Peters deutlich.

Mit den Protestplakaten vor ihren geräumten Wohnungen fahren die Bewohner scharfe Geschütze auf. (Foto RB)

Die Beharrlichkeit, mit der die Stadt Bergkamen auf ihrem vermeintlich rechtlich korrekten Standpunkt beharrt, macht die zwangsevakuierten Bewohner der 60 Wohnungen an der Töddinghauser Str. 135 und 137 fassungslos.

Bewohner Jörg Suttrop fragt sich, auf welcher Rechtsgrundlage die Stadt fordert, dass eine Brandschutzsanierung beantragt und genehmigt werden müsse?

Er stellt Peters´ Statement vom 9. 8. gegenüber:

  • Der abgemachte Termin vor Ort vom 05.08.2019 sei – anders, als es der Beigeordnete in seiner Stellungnahme behauptet – nicht abgesagt worden.
  • Alle Sanierungsmaßnahmen, die durchgeführt werden sollten, seien bei  dem Gespräch vom 15. 05. 2019 besprochen und von Gutachter Thomas Albrecht verschriftlicht worden. Danach „kamen aus heiterem Himmel neue Forderungen, die zum Teil exakt dem widersprachen, was vorher besprochen wurde.“
  • Die Stadt halte zum Teil geheim, was denn gemacht werden solle. „Und wir sollen mit immer neuen Konzepten raten, was das wohl sein könnte.“

Das, was hier stattfindet, ist reine Behördenwillkür!“, schließt Bewohner Jörg Suttrop.

Die Beharrlichkeit, mit der die Stadt Bergkamen auf ihrem vermeintlich rechtlich korrekten Standpunkt beharrt, macht die zwangsevakuierten Bewohner der 60 Wohnungen an der Töddinghauser Str. 135 und 137 fassungslos.

Bewohner Jörg Suttrop las am Freitagmorgen auf Rundblick die Stellungnahme des 1. Beigeordneten Dr. Hans-Joachim Peters. Darin untermauert der Dezernent seine Forderung nach einem korrekten Sanierungskonzept, das beim Treffen Mitte Juli angeblich mit Gutachter Thomas Albrecht verabredet gewesen sei.

Jörg Suttrop fragt sich, auf welcher Rechtsgrundlage die Stadt fordert, dass eine Brandschutzsanierung beantragt und genehmigt werden müsse?

Er stellt Peters´ Statement vom 9. 8. gegenüber:

  • Der abgemachte Termin vor Ort vom 05.08.2019 sei – anders, als es der Beigeordnete in seiner Stellungnahme behauptet – nicht abgesagt worden.
  • Alle Sanierungsmaßnahmen, die durchgeführt werden sollten, seien bei  dem Gespräch vom 15. 05. 2019 besprochen und von Gutachter Thomas Albrecht verschriftlicht worden. Danach „kamen aus heiterem Himmel neue Forderungen, die zum Teil exakt dem widersprachen, was vorher besprochen wurde.“
  • Die Stadt halte zum Teil geheim, was denn gemacht werden solle. „Und wir sollen mit immer neuen Konzepten raten, was das wohl sein könnte.“

Das, was hier stattfindet, ist reine Behördenwillkür!“, schließt Bewohner Jörg Suttrop.

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