Mutmaßliches Rennen: Schwerverletzter muss ausgeflogen werden

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Zum dritten Mal in einer Woche ist ein mutmaßliches verbotenes Autorennen mit einem schweren Unfall ausgegangen, wieder im Märkischen Kreis (nach vorangegangenen Unfällen in Iserlohn und Dortmund):

Ein 19-jähriger Audifahrer verlor am Dienstagabend, 13. 8.,  kurz vor 21 Uhr in der Plettenberger Innenstadt Richtung Wall die Kontrolle über seinen A4, das Fahrzeug drehte sich, krachte gegen eine Laterne und anschließend gegen die Fensterfront eines Supermarktes.

Der 19-Jährige wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Er wurde schwer verletzt mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und von dort mit einem Rettungshubschrauber nach Siegen verlegt.

Symbolbild ADAC-Hubschrauber / Quelle Pixabay

Seine Mitfahrer (17, 21) mussten mit leichten Verletzungen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.

Laut Zeugen war der junge Audifahrer Sekunden vor dem Unfall zusammen mit einem anderen PKW-Fahrer deutlich zu schnell über die Bahnhofstraße gefahren. Am Steuer des VW Golf saß  20-jähriger Plettenberger.

„Es besteht nach bisherigem Stand der Ermittlungen der Verdacht, dass die beiden Autofahrer ein illegales Kraftfahrzeugrennen durchgeführt haben“, stellt die MK-Polizei fest.  Hinweise auf Alkohol- oder Drogenkonsum konnten nicht festgestellt werden.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.

Nach diesem noch neuen Straftatbestand (seit Sommer 2017) gelten illegale Fahrzeugrennen nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeit,  sondern als Straftat (Par. 315d). Es drohen Führerschein- und Kfz-Entzug bis zur Haftstrafe. 

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