Wieder Wald, Natur, Geselligkeit genießen: Wer hilft schwerbehinderter Alina aus Fröndenberg?

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Die schwerbehinderte Alina (18) aus Fröndenberg. (Foto Privat)
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So gerne möchte Alina wieder Wald, Wiesen und Natur genießen, sich mit anderen Kindern auf dem Spielplatz vergnügen. Doch der schwerbehinderten jungen Frau aus Fröndenberg sind diese Selbstverständlichkeiten verwehrt.

Sie bräuchte dazu einen speziellen Rollstuhl, den ihre Eltern allein nicht finanzieren können; einen Reha-Jogger. Er kostet um die 4700 Euro, müsste in den USA bestellt werden. Die Krankenkasse zahlt nichts dazu. Denn Alina ist mit einem Rollstuhl „grundversorgt“ für den Alltag, sie bekommt daher kein weiteres Hilfsmittel, das das fehlende Laufvermögen ausgleicht, erklärte uns die Mutter der jungen Frau, Jennifer Reich.

Sie bittet deshalb in einer Spendenaktion um Hilfe.

Alina ist trotz ihrer schweren Behinderung eine lebensfrohe junge Frau. (Foto Privat)

„Hallo liebe Spender und Spenderinnen“,

schreibt Alinas Mutter in ihrem Aufruf,

„ich bin Jennifer, eine Mama einer schwerbehinderten Tochter mit Pflegegrad 5. Sie ist jetzt 18 Jahre alt, kam als frühes Frühchen zur Welt mit 390 Gramm und ist heute durch die Frühchenkomplikationen schwerbehindert. Epilepsie, am Herz operiert, blind, kein Sitzen, Stehen und Laufen. Sprechen geht einigermaßen.

Wir sind im Alltag auf Hilfsmittel angewiesen und bekommen nur das nötigste von unserer Krankenkasse, müssen vieles selber zahlen.  Jetzt, seitdem sie 18 ist, sind die Kosten gestiegen.

Wir haben über die Jahre viel selber investiert, an Hilfsmitteln wie Zweitrollstuhl oder auch Therapien.

Heute ist es so, dass mein Mann Alleinverdiener ist und ich die Grundpflege und Behandlungspflege komplett ohne Pflegedienst bewältige. Alina wird über einen Monitor überwacht im Schlaf und benötigt nach einem Anfall Sauerstoff und muss abgesaugt werden.

Mit dem Deckelifter kann man den Transfer vom Bett in den Rollstuhl und umgekehrt bewältigen. (Foto Privat)

Jetzt zur Spendenaktion. Alina liebt die Natur, den Wald und die Wiesen, mag gerne im Sand stehen mit den anderen Kindern auf dem Spielplatz spielen, doch mit dem schweren Rollstuhl kann man nur auf Gehwege gehen, die gepflastert sind.

Wir würden ihr gern den Wunsch erfüllen, wieder in den Wald gehen zu können, in den Sand zu gehen, damit sie bei den Kindern dabei steht und nicht am Rand daneben.

Sie steht so oft am Rand und wird ausgegrenzt.

Auch Eislaufen geht mit dem Rollstuhl – aber es ist schwierig, „man muss aufpassen, dass er nicht umkippt“, so Jennifers Mutter. Mit dem Jogger wäre es einfacher – und sicherer…

Mit dem Rehajogger könnten wir mit ihr durch Wald und Wiesen laufen, die frische Landluft genießen und ja, sogar zusammen Rad fahren, den Rehajogger kann man ans Fahrrad hängen. Sie würde so gern mit uns Fahrrad fahren, aber bisher war das niemals möglich.

Da wir bergig wohnen und Schnee keine Seltenheit ist, gibt es sogar in dem Paket Ski für die Rehajoggerreifen, so dass auch Schnee kein Problem mehr ist. Bisher müssen wir bei Schnee zu Hause bleiben, weil ich nicht einmal bis zum Parkplatz laufen kann mit ihr.

Dieser Rehajogger hat drei große Luftreifen, die problemlos alle Wege meistern, erist sehr leicht faltbar, leicht zu tranportieren, er hat auch extra Polsterungen; Pelotten, Abduktionskeil, die Alina im Sitzen unterstützen.

Und er würde Alina ihren Radius erweitern und den Kontakt zu ihren Mitmenschen festigen: Was für uns normal ist, ist für sie immer ein Stein, der im Weg liegt, der zur Seite geräumt werden muss.

Der Jogger würde gleich viele Steine an die Seite räumen oder wir könnten einfach drüber fahren, ja sogar Schotterwege, die es zu Hauf immer noch gibt, oder Feldwege könnten wir wie jeder andere einfach überwinden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen können. Für Alina wäre es ein Stück mehr Normalität, bei den ganzen Kompromissen, die sie tagein, tagaus ertragen muss.

Viele herzliche Grüße: Jennifer.“

Im Gespräch mit unserer Redaktion ergänzte Alinas Mutter noch:

„Ich bin es nach 18 Jahren ja inzwischen gewohnt ….. aber man hört es immer wieder,  das bekommt ihr doch von der Krankenkasse. Nein, das ist eben in vielen Fällen nicht so. Die meisten denken auch, man bekommt ein spezielles Auto von der Krankenkasse, aber nein – die Rampe vielleicht… Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber dann wäre ich morgen noch dabei.“

Einfach ganz herzlichen Dank an alle, die ein wenig spenden mögen.“
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