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Start Gericht und Justiz Baby auf Müll geworfen: Mutter ist jetzt angeklagt

Baby auf Müll geworfen: Mutter ist jetzt angeklagt

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Symbolbild Pixabay
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Sie brachte ihr Kind heimlich zur Welt, nicht einmal der Partner soll ihre Schwangerschaft bemerkt haben – und dann packte sie das neugeborene Mädchen in einen Müllsack, knotete ihn zu und entsorgte ihn hinter dem Haus.

Rund zwei Monate nach der fassungslos machenden (mutmaßlichen) Tat einer jungen Frau aus dem Märkischen Kreis (wir berichteteten) hat die Hagener Staatsanwaltschaft Anklage gegen sie erhoben – wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Totschlags. Gottlob nur „versuchten“ Totschlags. Denn das Neugeborene überlebte. Es wurde noch rechtzeitig gefunden. In dem luftdicht verknoteten Müllsack drohte es zu ersticken, konnte aber noch wimmern.

Rückblick.

Am Nachmittag des 14. Juni wurde die 31-Jährige im Klinikum Hellersen in Lüdenscheid mit Blutungen behandelt. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass sie kurz zuvor ein Kind zur Welt gebracht hatte.

Die sofortige Reaktion der Ärztin lobte die Staatsanwaltschaft als „vorbildlich“: Denn die Medizinerin alarmierte sofort die Polizei.

Die Beamten fuhren zu der Adresse der Frau und fanden den Müllsack mit dem neugeborenen Mädchen. Sie hörten ein leises Wimmern, als sie um das Haus herum suchten.

Das winzige Menschenkind lag dergestalt  ca. drei Stunden in der Mülltüte. Es hätte nicht mehr lange gedauert, bis es an Unterkühlung gestorben oder erstickt wäre.

Die Mutter Sprach in der Vernehmung von „Ängsten“. Zusammen mit ihrem Verlobten hat sie bereits eine einjährige Tochter. Von der gesamten Schwangerschaft merkte der Partner nichts: Selbst als die Wehen einsetzten, glaubte er, seine Verlobte habe sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen.

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