Beispiel Allerheiligenkirmes: CDU will mehr Klimaschutz bei Volksfesten

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Riesenrad auf der Kirmes / Symbolbild, Archiv RB
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Die Soester Allerheiligenkirmes ist eines der größten Volksfeste in der Region, wenn nicht DAS größte Volksfest. Über die künftige  Ausgestaltung macht sich die verantwortliche Stadtpolitik in Zeiten der Klimadebatte so ihre Gedanken.

Vor einem Verbot des herbstlichen Großspektakels schrecken alle Parteien zurück. Nachdem ein Antrag auf „Klimanotstand“ vor den Sommerferien allerdings just wegen der Allerheiligenkirmes erst mal vertagt wurde, stellt die CDU-Fraktion für die Ratssitzung im September einen Antrag auf eine klimafreundlichere Allerheiligenkirmes bzw. allgemein klimafreundlichere Volksfeste.

So soll die Stadt Einweggeschirr verbieten, und die Beleuchtung auf Festen soll ausschließlich per LED erfolgen.

Letzteres geschieht in Unna bereits, wo ja am ersten Septemberwochenende (6. bis 8. 9.) das Stadtfest steigt. Über ein allgemein nachhaltigeres Stadtfest,  nachhaltigere Katharinen- und Frühjahrskirmes oder eine nachhaltigere Festa Italiana ist bisher keine politische Diskussion aufgekommen, allerdings wird der Rat mit (mindestens) rotgrüner Mehrheit nach der Sommerpause voraussichtlich den Klimanotstand für die Stadt ausrufen.

Die Soester CDU-Fraktion hat übrigens eine eigene „Nachhaltigkeitsmanagerin“, die stellv. Fraktionsvorsitzende Manuela Mewes. Diese sagte am Montagabend (19. 8.) in der „Lokalzeit Südwestfalen“ im WDR, es sei ihrer Fraktion wichtig zu betonen, dass man mit Änderungen auf der Allerheiligenkirmes nicht das Klima retten werde. Doch den Menschen solle bewusst werden, dass sie sich mit dem Thema auseinandersetzen müssten. 

Die Politiker der anderen Fraktionen zeigten sich wenig begeistert. Das werde keine großen Effekte zeitigen, hieß es etwa bei SPD und Bürgergemeinschaft, den Grünen ist die Stellschraube zu klein.

In Soest stellt die CDU im Rat die größte Fraktion (18 Vertreter), gefolgt von SPD (13), SO! und Grünen.

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