„Unverantwortlich und dreist“: Unnas SPD fordert Bündnis gegen Flughafen-Ausbau

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Flugzeug über Unna. (Archivbild Rundblick)
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Als „unverantwortlich und dreist“ kritisiert die Unnaer SPD harsch die akuten Ausbaupläne des Dortmunder Airports und fordert unverzüglich ein breites Bündnis dagegen.

Wie berichtet, will die Flughafen-Geschäftsführung die 2000-Meter-Landebahn künftig voll ausnutzen – bedeutet 300 Meter zusätzlich in Richtung Massen.

In einer Pressemitteilung vom Mittwochmorgen (21. 8.) von Stadtverbandschef und Fraktionsvize Sebastian Laaser heißt es dazu:

„Die Herausforderungen beim Klimaschutz wachsen, die dringend notwendige Verkehrswende ist in aller Munde – und der Flughafen Dortmund will seine Landebahn in Richtung Massen verlängern. Das ist unverantwortlich und dreist.

Wir werden uns entschieden dagegen wehren, um die Bürger vor Ort zu schützen, aber auch um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt in ihrer Gesamtheit deutlich zu machen. Dieses Thema geht alle an, nicht nur die Menschen in Massen und Königsborn, die schon jetzt in ganz besonderer Weise unter dem Fluglärm leiden.

Die SPD Fraktion im Rat der Stadt Unna wünscht sich aus diesem Grund ein breites Bündnis vor Ort gegen die Ausbaupläne der Flughafenbetreiber, die nun noch größere Flieger in Dortmund landen lassen wollen.

Die Entwicklung müsste vielmehr in eine ganz andere Richtung gehen: Statt den seit über 20 Jahren hoch subventionierten Flughafen im Landesentwicklungsplan als „landesbedeutsam einzustufen“, wie unter der schwarz-gelben Landesregierung jüngst geschehen, müsse mit geeinten Kräften alles dafür getan werden, um hier Grenzen aufzuzeigen. 

„Mehr als eine gewisse regionale Bedeutung, wie von der früheren rot-grünen Landesregierung zuerkannt, hat dieser Flughafen nicht. Alles andere ist Augenwischerei, verschluckt Jahr für Jahr noch mehr öffentliche Mittel und richtet enormen gesamtgesellschaftlichen Schaden an“, so Sebastian Laaser. „Es gibt wohl kein Unternehmen in der Privatwirtschaft, das sich über einen so langen Zeitraum eine solche Fehlbilanz leisten könnte.“

Scharf geht die SPD auch mit der Billig-Fliegerei als wesentlichem Standbein des Flughafens ins Gericht: „Hier wird enormer ökonomischer, ökologischer und gesundheitlicher Raubbau auf dem Rücken von Arbeitnehmern, Umwelt und Bewohnern in den Einflugschneisen betrieben.“

Die SPD will die kommenden Wochen nutzen, um Gespräche mit Verwaltung und anderen politischen Kräften zu führen. Man will bestens vorbereitet sein, wenn die Verantwortlichen des Dortmunder Flughafens voraussichtlich gegen Ende des Jahres die Ausbau-Genehmigung bei der Bezirksregierung in Münster beantragen.

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1 KOMMENTAR

  1. […] „Der Flughafenbetreiber beabsichtigt, im Zuge dieser Neueinordnung die Landebahn des Flughafens durch die Verlegung sogenannter Landeschwellen um 300 Meter zu verlängern. Dadurch können wesentlich größere Maschinen Dortmund anfliegen“, erinnert die Linken-Chefin. Wie berichtet, forderte die SPD-Fraktion im August bereits ein breites Bündnis gegen die Flughafenexpansion (wir … […]