Zivilpolizisten in Hamm von brutaler Gruppe verprügelt – Mordkommission eingesetzt

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Symbolbild / Quelle Polizei NRW
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Erst war da nur einer, plötzlich waren es mehr als ein Dutzend.

In Hamm ist  Samstagfrüh  (24. 8.) eine größere gewalttätige Gruppe auf vier Zivilpolizisten losgegangen, die privat unterwegs waren. Möglicherweise handelte es sich um eine Vergeltungsaktion, denn zumindest einer der vier Beamten wurde aus der Gruppe heraus als Polizist erkannt.

Alle vier erlitten Verletzungen, es gab zwei Festnahmen, noch am Samstag wurde eine Mordkommission wurde eingesetzt.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte zunächst am frühen Abend einen entsprechenden Bericht der BILD.  Demnach hätte gegen 2.30 Uhr abseits des Hammer Ausgehviertels zunächst ein einzelner Mann die Polizeibeamten angesprochen; er sagte, sinngemäß: „Dich kenne ich von einem Einsatz!““

Er wurde abgewiesen – und trommelte offenbar Verstärkung zusammen. Dies alles geschah binnen weniger Minuten.

  • 18.35 Uhr – gemeinsame Pressemitteilung der Dortmunder Polizei und Staatsanwaltschaft:

„Am heutigen Samstag  ist es in den frühen Morgenstunden auf der Nassauer Straße, in unmittelbarer Nähe zur Hammer Vergnügungsszene, zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einer 10- bis 15 köpfigen Personengruppe und vier Polizeibeamten, die privat unterwegs und somit nicht im Dienst waren, gekommen.

Zuvor hatte ein 19-Jähriger die Polizeibeamten auf einen zurückliegenden dienstlichen Anlass angesprochen, wurde von diesen aber abgewiesen und verließ zunächst die Örtlichkeit.

Der 19-Jährige kehrte daraufhin nach wenigen Minuten mit etwa 10 bis 15 Personen zurück. Die Gruppe ging sofort auf die Polizeibeamten los.

In der Folge kam es zu mehreren Tritten gegen den Kopf eines auf dem Boden liegenden Polizisten, der zuvor niedergeschlagen wurde. Ein zweiter Polizeibeamter erlitt oberflächliche Schnittverletzungen im Bauchbereich.

Die anderen beiden Polizeibeamten erlitten Prellungen, Schürf- und Platzwunden.“

In einem nahe gelegenen Krankenhaus wurden alle vier Beamten medizinisch versorgt. Zwei konnten die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen, zwei blieben stationär in der Klinik.

Die Polizei nahm noch in der Nacht  zwei 19-jährige Tatverdächtige aus Hamm fest. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Diese dauern an.

– Innenminister Herbert Reul verurteilte die massiv zugenommenen Attacken auf Polizeibeamte und Rettungskräfte am 2. Juli bei einem Besuch in Lünen und auch heute wieder gegenüber der BILD aufs Schärfste.

Innenminister Reul wünscht sich in Lünen „Welle der Solidarität“ mit Polizei und Rettern

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6 KOMMENTARE

  1. Dann wollen wir mal hoffen dass die Staatsanwaltschaft alle Möglichkeiten die sie hat ausschöpft und nicht wie sonst „offensichtliche Arbeitsverweigerung“ an den Tag legt. Es gibt sicher ausreichend Gründe dieses Pack, sofern alle gefasst werden, hinter Schloss und Riegel zu bringen und auch der Richter nicht mal wieder „gute Entwicklunsprognosen“ erkennt.
    Den Polizisten gute Besserung und dass dieser Vorfall dazu führt dass unsere Polizei auch endlich mal mehr Rückenstärkung von der Politik durch alle Parteien bekommt und nicht nur von Einzelnen. Vielleicht geht dem ein oder anderen Grünen und Roten auch endlich mal ein Licht auf und erkennt den aktuelle Handlungsbedarf.