Gruppenangriff in Hamm nicht gezielt auf „Polizei“ gerichtet?

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Symbolbild Gewalt. (Quelle: Pixabay)
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Es bleibt bei schwerer Körperverletzung  – offen ist, ob es bei „Gewalt gegen Polizeibeamte“ bleibt.

Der Gruppenangriff auf vier Zivilpolizisten Samstagfrüh in Hamm sei nicht gezielt gegen Polizeibeamte gerichtet gewesen – das behauptet jedenfalls einer der zunächst festgenommenen und wieder freigelassenen  Tatverdächtigen.

Laut Dortmunder Staatsanwaltschaft (zuerst heute vom WA berichtet) gibt es offenbar Zweifel daran, ob die Polizisten bei dem Gespräch,  das dem Angriff vorausging, tatsächlich als Polizeibeamte erkannt wurden; sie waren wie berichtet privat unterwegs.

Im Wortlaut heißt es in der gemeinsamen – abgestimmten – Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund vom frühen Samstagabend: „Zuvor hatte ein 19-Jähriger die Polizeibeamten auf einen zurückliegenden dienstlichen Anlass angesprochen, wurde von diesen aber abgewiesen und verließ zunächst die Örtlichkeit.
Der 19-Jährige kehrte daraufhin nach wenigen Minuten mit etwa 10 bis 15 Personen zurück. Die Gruppe ging sofort auf die Polizeibeamten los.“

Die Ermittlungen gehen jetzt daher auch in Richtung der Vermutung, dass der  Angriff einer 10- bis 15-köpfigen Tätergruppe auf die 4 Beamten möglicherweise nichts mit ihrem „Polizistsein“ zu tun hatte;  sondern statt dessen eher damit, dass sie – als der zunächst einzelne junge Mann sie ansprach – „möglicherweise in etwas rauerem Ton“ reagiert hätten.

An der schweren Körperverletzung durch eine Übermacht ändert sich dadurch natürlich nichts, weshalb die Polizei weiterhin um private Fotos und Videos bittet, um den Vorgang rekonstruieren zu können. Auch Videos der „Hammer Meile“ werden aktuell ausgewertet.

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