Von Probefahrt mit teurem Auto nicht zurückgekehrt – und als Räuber aufgeflogen

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Symbolbild Festnahme / Handschellen (Foto Pixabay)
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Diese Probefahrt hätte er sich besser geklemmt.

Die Dortmunder Polizei hat gestern (28.8.) einen Mann erwischt, der Anfang August mutmaßlich einen Juwelier in der Innenstadt überfallen hat. Vorläufig festgenommen wurde er zunächst während einer Probefahrt in einem teuren Auto, das er offenkundig unterschlagen hat. Auf der Wache kam der Fahrer zwei Polizisten bekannt vor …

Der Hintergrund: Nach einem Raubüberfall auf einen Juwelier in der Dortmunder Innenstadt am 5. August 2019 ermittelte die Polizei am Tatort und fotografierte den Monitor einer Überwachungsanlage ab.

Das Fahndungsfoto des gut erkennbaren Tatverdächtigen wurde wenige Minuten nach dem Überfall über einen Messengerdienst der neuen Polizeidienst-Smartphones verbreitet, um alle Einsatzkräfte über die Suche nach dem dezidiert beschriebenen Unbekannten zu informieren. Siehe auch: https://www.presseportal.de/print/4342020-print.html

Nach dem Überfall konnte der Mann samt einer erbeuteten Uhr erst einmal entkommen. Mit dem Fahndungsfoto im Smartphone hatte die Polizei ihn dennoch vor Augen. Genau das wurde ihm am Dienstagmittag (28.8.) zum Verhängnis. Zunächst erkannte ein Streifenteam während einer Fahndung nach einem Pkw auf der Ardeystraße das gesuchte Fahrzeug, das nach einer Probefahrt längst hätte zurückgegeben werden müssen.

Am Steuer des sofort angehaltenen Pkw saß ein 44-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz. In einem Autohaus hatte er einen flüchtigen Bekannten gebeten, an der Probefahrt teilnehmen zu dürfen. Beide stiegen in den Pkw ein und fuhren los.

An der Strobelallee hielt der eigentliche Probefahrer an und stieg aus, um das Auto von außen zu inspizieren. Diesen Moment nutzte der 44-Jährige für einen nicht abgesprochenen Fahrerwechsel – und fuhr davon.

An der Ardeystraße stoppten Polizisten ihn. Einen Führerschein konnte der Mann nicht vorlegen. Er gab an, seinen griechischen Reisepass in einem Autohaus hinterlegt zu haben. Augenscheinlich stand er unter dem Einfluss von Drogen.

Dokumente über seine Identität konnte der Probefahrer also nicht vorlegen – das Fahndungssystem der NRW-Polizei meldete unter seinem Namen dennoch einen Treffer: Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Wuppertal vor, weil er nach einem Betrug eine Geldstrafe nicht bezahlt hat. Der NRW-Polizei ist der Mann seit 2017 wegen etlicher Eigentumsdelikte bekannt.

Damit nicht genug: Auf der Wache im Präsidium erkannten zwei Polizisten in dem Festgenommenen genau den Tatverdächtigen wieder, der am 5. August den Juwelier in der Innenstadt überfallen haben soll. Ein Blick auf das Fahndungsfoto im Smartphone bestätigte den ersten Eindruck – die Unterschlagung eines Pkw während einer Probefahrt entwickelte sich kurzerhand zu einer Festnahme nach einem Raubüberfall. Die Kriminalpolizei ermittelt. Der 44-Jährige gab am Mittwoch (29.8.) in einer Vernehmung zu, den Überfall auf den Juwelier begangen zu haben.

Der Tatverdächtige wird im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt.

Quelle Polizei DO

 

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