Mann mit 19 Identitäten läuft mit 4 Komplizen und Koffer voll Diebesgut Polizei in die Arme

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Symbolbild, Quelle Polizei
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Er verfügte über 19 (!) Identitäten.

Mit einem Koffer voll gestohlener Kleidung im Wert von rund 1000 Euro sowie vier Komplizen lief ein 53-jähriger Ladendieb am Samstagnachmittag auf Dortmunds Einkaufsmeile der Polizei in die Arme.

Das Quintett (21 bis 53 Jahre) war in einem Warenhaus am Ostenhellweg einem Ladendetektiv aufgefallen. Er sah sie in einer Ecke einen leeren Koffer deponieren, der in dem Warenhaus zum Kauf angeboten wurde. Sodann suchten die Männer Unter- und Oberbekleidung sowie zwei Paar Schuhe im Wert von insgesamt 1000 Euro zusammen.

Sie stopften alles in den Koffer, klappten ihn zu und gingen mit ihrer Beute zum Ausgang des Warenhauses – wo sie genau der Polizei in die Arme liefen, denn die hatte das Warenhaus bereits alarmiert.

Bei den Ermittlungen vor Ort stellte sich heraus, dass die fünf Männer mit der gleichen Masche bereits am 27. August in einer anderen Filiale der Warenhauskette in Münster aufgefallen waren. „Den Polizisten in Dortmund versuchten sie glaubhaft zu machen, sie würden sich nicht kennen“, berichtet Polizeisprecher Peter Bandermann.

Alle fünf wurden ins Polizeigewahrsam chauffiert.

Dort stellte sich heraus, dass der Älteste aus der Gruppe inzwischen mit 19 Identitäten bekannt ist. Der 53jährige Mazedonier trug mehrere gefälschte Dokumente mit sich, darunter einen angeblich in der Schweiz ausgestellten Führerschein sowie eine gefälschte Schweizer Identitätskarte.

Das Ausländeramt der Stadt Dortmund  seine Fahrt in die Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige im Kreis Paderborn, da er von dort nach Mazedonien abgeschoben werden soll/te.

Seine vier Komplizen – zwei 21-Jährige, ein 35-Jähriger und ein  37-Jähriger – konnten hingegen das Polizeigewahrsam wieder verlassen. Gegen sie lagen keine Haftgründe vor, sagt Polizeisprecher Bandermann. Wie er auf unsere Nachfrage ergänzend mitteilte, handelt es sich um eine international gemischte Gruppe. Wieso die Staatsanwaltschaft keine Haftgründe sah, sei der Polizei nicht mitgeteilt worden. Generell genügt beim Hafthindernis „fester Wohnsitz“ ein Wohnsitz irgendwo innerhalb der EU.

 

 

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